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Diagnostik der kaninen kognitiven Dysfunktion mittels Besitzerfragebögen und Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung der klinischen Zeichen

Die kanine kognitive Dysfunktion (CCD) ist eine häufige Erkrankung älterer Hunde, deren Prävalenz studien- und altersabhängig zwischen 14,6% und 68% liegt. Sie wird durch eine Reihe an Verhaltensveränderungen charakterisiert, die sich auf eine eingeschränkte Kognitionsfähigkeit zurückführen lassen. CCD gilt als kanines Äquivalent der menschlichen Alzheimererkrankung, da viele pathophysiologische Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Krankheiten vorliegen. 

Da eine Heilung von CCD zurzeit nicht möglich ist, sondern das Ziel der Therapie das Verhindern von weiterer Neurodegeneration ist, ist eine möglichst frühzeitige Diagnose essenziell, um die Erkrankung erfolgreich zu behandeln. Zu diesem Zweck existieren verschiedene Diagnostikfragebögen zum Hundeverhalten. In dieser Studie konnte festgestellt werden, dass die Evaluation der Kognitionsfähigkeit eines Patienten stark von der Auswahl des Fragebogens beeinflusst wird. Zur Ermittlung, welcher der Diagnostikfragebögen am besten zur Früherkennung von CCD geeignet ist, ist noch weitere Forschung nötig.

Mögliche Therapieansätze für CCD sind bspw. Medikamente wie Selegilin oder Propentofyllin, jedoch hat sich weiterhin die Ernährungsumstellung und der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln als wichtige und erfolgreiche Therapiemaßnahme gezeigt. In unserer Studie konnte festgestellt werden, dass eine/r von zehn Besitzer*innen bereit waren, die Grundnahrung ihres Hundes zu verändern, während ca. zwei Drittel (65%) dem Futter Nahrungsergänzungsmittel hinzufügten oder in der Vergangenheit Supplemente gaben. Etwa die Hälfte der Besitzer*innen gab an, ihre/n Tierärzt*in bezüglich der Supplementierung ihres Hundes um Rat gefragt zu haben.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Nahrungsergänzungsmitteln und Ernährung im Rahmen der CCD-Therapie ist es wichtig, aktiv mit Patientenbesitzer*innen gesprochen zu sprechen, um evidenzbasierte Empfehlungen geben zu können und eine erfolgreiche Behandlung der klinischen Zeichen zu ermöglichen.

Canine cognitive dysfunction (CCD) is a common disease of older dogs, with prevalences ranging from 14.6% to 68% depending on study and age. It is characterized by a number of behavioral changes that are caused by cognitive impairment. CCD is considered the canine equivalent of human Alzheimer's disease, as many pathophysiological similarities can be found between the two diseases.

There is currently no cure for CCD, and the goal of therapy is to prevent further neurodegeneration, making an early diagnosis essential for successful treatment of the disease. Various diagnostic questionnaires on dog behavior exist for this purpose. Our study confirmed that the evaluation of a patient's cognitive status is strongly influenced by the choice of questionnaire. Further research is needed to determine which of the diagnostic questionnaires is best suited for the early detection of CCD.

Possible treatment options for CCD include medications such as selegiline or propentofylline, although diet change and the use of dietary supplements have been shown to be important and effective treatment options. In our study, we found that one in ten owners were willing to change their dog's basic diet, while approximately two-thirds (65%) added supplements to their dog's diet or had given supplements in the past. About half of the owners reported asking their veterinarian for advice on dietary supplementation.

As nutrition and dietary supplementation are crucial parts of CCD therapy, actively discussing this topic with owners and providing evidence-based recommendations will allow for effective treatment of clinical signs.

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