Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)TiHo eLib

Klinische, röntgenologische, makroskopische, mikro-computertomographische und histologische Untersuchungen von resorptiven Läsionen und Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis equiner Schneidezähne

Das Ziel der Studie war es, die Möglichkeiten der röntgenologischen Früherkennung von resorptiven Schneidezahnläsionen und Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis (EOTRH) zu evaluieren. Hierzu wurden die Schneidezähne von 20 Kadavern untersucht und die röntgenologischen Befunde mit mikro-computertomographischen (µCT) Analysen sowie klinischen und makroskopischen Untersuchungen verglichen. Um einen möglichst objektiven Vergleich der Untersuchungsergebnisse zu ermöglichen, wurden die Befunde mittels verschiedener Scoringsysteme bewertet. Für die röntgenologischen, makroskopischen und µCT-Untersuchungen wurde für jeden Zahn jeweils die Diagnose „gesund“, „verdächtig für EOTRH“, „mittelgradige EOTRH“ oder „hochgradige EOTRH“ gestellt. Alle Zähne wurden anschließend anhand dieser Diagnosen in fünf Kategorien eingeteilt. Der Schweregrad der Läsionen stieg mit höherem Alter der Pferde sowie vom Röntgen, über die Makroskopie zur µCT-Untersuchung an. Beim Vergleich von Röntgen und µCT fiel zudem auf, dass ein großer Anteil (83,7%) der röntgenologisch als gesund eingestuften Zähne Oberflächenveränderungen in der µCT-Analyse aufwiesen. Aus jeder Kategorie wurden anschließend Zähne histologisch untersucht, um die Befunde der µCT-Untersuchungen zu überprüfen. Histologisch bestätigten sich bei 15 der 18 Zähne resorptive Läsionen, die auch im µCT beobachtet wurden. Im Hinblick auf die Lokalisation dieser Läsionen zeigen equine Zähne deutliche Unterschiede zum brachydonten Gebiss. Am equinen Schneidezahn liegen die Prädilektionsstellen für resorptive Läsionen stets an der palatinalen/lingualen Zahnseite im apikalen Drittel, wohingegen resorptive Läsionen brachydonter Zähne keine typischen Prädilektionsstellen aufweisen. Die vorliegende Studie konnte zeigen, dass die Röntgenbildgebung resorptive Läsionen equiner Inzisivi, welche im µCT beobachtet und histologisch diagnostiziert werden können, nicht zuverlässig detektieren kann. Außerdem ist weitere Forschung notwendig, um die Unterschiede von EOTRH und klinisch irrelevanten ‚external surface resorptions‘ näher zu beleuchten und so eine klinisch praktikable Methode zur Früherkennung der EOTRH zu erarbeiten.

The aim of the current study was to evaluate the possibility to radiographically detect early resorptive incisor lesion and lesions related to Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis (EOTRH). Therefore, incisor regions of 20 cadaver heads were examined and radiographic findings were compared to micro-computed tomographic (µCT) evaluations, clinical and macroscopic examinations. All findings were evaluated via scoring systems to achieve an objective comparison. For each diagnostic modality (radiography, macroscopy, µCT) every single tooth was categorised as “healthy”, “suspicious for EOTRH”, “moderate EOTRH” or “severe EOTRH”. Subsequently, depending on these findings all incisors were sorted into five categories. The severity of the diagnosed lesions increased with age. Additionally, the µCT analysis found more affected teeth than the macroscopic or radiographic evaluation. Many teeth (83.7%) which were radiographically regarded as healthy displayed abnormalities in the µCT analysis. Teeth from each of the five categories were additionally histologically examined to verify the µCT based diagnoses. Histologically, 15 of 18 teeth showed resorptive lesions which were also observed in the µCT evaluation. Regarding the localisation of resorptive lesions, equine incisors show predilected areas in the palatal / lingual tooth surface in the apical third. Whereas brachydont teeth show no typical predilection site. In the current study, radiographic imaging was not sufficient in detecting resorptive lesions in equine incisors. While these lesions could be detected by µCT imaging and histology. Thus, further research is necessary to better discriminate EOTRH and clinically irrelevant ‘external surface resorptions’ and hence support the evaluation of clinically feasible methods to detect early EOTRH related lesions.

 

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