Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)TiHo eLib

Tail-biting behaviour in weaning pigs : an investigation of tail-posture and the validity and reliability of behavioural observations of social interactions

The aim of this thesis was to analyse the effects of tail-biting behaviour on the tail-posture as an indicator of tail-biting and on the tail-lesion. To do this, tail-biting behaviour and tail-posture was observed in detail for four days before a tail-biting outbreak. The dataset was further used to analyse the validity of different observation methods (continuous sampling, time sampling) and observation periods (0.5-6h). Furthermore, the robustness of social networks against missing observations was determined. The results show that shorter observation periods achieve worse accuracy. At the same overall observation length, time sampling achieved similar accuracy compared to continuous sampling, while covering a longer time period. To determine the robustness of social networks, datasets of real observers and simulated data were used. Longer time windows provided networks which were more robust against missing observation. The results of the real observers show, that real observers achieve worse robustness compared to the simulated data because of systematic errors. The analysis of tail-posture and tail-lesions show, that the probability of a tail-lesion or a lowered tail-posture increases with a higher amount of received tail-biting behaviour. Receiving tail-in-mouth behaviour did not affect the tail-posture. Social network analysis was used to include information on the group structure in the analysis. The more time passed between the observation of the tail-biting event and the observation of the tail-posture (up to 120 min), the more the influence of incoming indirect contacts on the probability of a lowered tail posture increased additionally to the incoming direct contacts. Therefore, tail-posture can be directly affected by pain as well as indirectly by stress. Thus, the results confirm the use of the tail-posture as an indicator of tail-biting behaviour.

Das Ziel dieser Dissertation war, die Auswirkungen des Schwanzbeißens auf die Schwanzhaltung als Indikator für Schwanzbeißen und die Schwanzverletzungen zu untersuchen. Dafür wurde das Beißverhalten und die Schwanzhaltung vier Tage vor einem Schwanzbeißausbruch detailliert beobachtet. Dieser Datensatz wurde zudem genutzt, um die Validität von verschiedenen Beobachtungsmethoden („continuous sampling“, „time sampling“) und –zeiträumen (0,5-6h) zu überprüfen und die Robustheit sozialer Netzwerke gegenüber fehlender Daten zu bestimmen. Dabei hatten kürzere Zeiträume eine schlechtere Übereinstimmung. „Time sampling“ zeigte bei gleicher Gesamtzeit vergleichbare Übereinstimmungen wie „continuous sampling“, konnte aber einen längeren Zeitraum abdecken. Für die Bestimmung der Robustheit sozialer Netzwerke wurden Daten echter Beobachter und simulierte Daten verwendet. Es zeigte sich, dass längere Beobachtungsfenster die Robustheit gegenüber fehlender Daten verbesserten. Im Vergleich zwischen simulierten Daten und echten Beobachtern schnitten die Beobachter aufgrund von systematischen Fehlern schlechter ab. Die Auswertung der Schwanzhaltung und der Schwanzverletzungen ergab, dass die Wahrscheinlichkeiten für eine Schwanzverletzung oder eine gesenkte Schwanzhaltung umso mehr anstiegen, je öfter ein Tier gebissen wurde. Das „tail-in-mouth“-Verhalten beeinflusste die Schwanzhaltung jedoch nicht. Zudem wurde die soziale Netzwerkanalyse genutzt, um die Auswertung um Informationen über die Gruppenstruktur zu ergänzen. Wurde hier der zeitliche Abstand zwischen dem Schwanzbeißen und der Beobachtung der Schwanzhaltung erhöht (bis 120 min), nahm der Einfluss der indirekt eingehenden Kontakte zusätzlich zu den direkt eingehenden Kontakten zu. Daraus folgt, dass die Schwanzhaltung sowohl direkt durch Schmerz, als auch indirekt durch Stress beeinflusst werden kann. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Schwanzhaltung als Indikator für Schwanzbeißen genutzt werden kann.

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