Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)TiHo eLib

Monitoring of Chlamydia and Salmonella infections and the investigation of persistent organochlorine pollutants exposure in Common Swifts (Apus apus) in the Hannover region, Lower Saxony, Germany

The use of pesticides is associated with the decline of several avian species. In this study, we monitored the organochlorine contaminants in common swifts (Apus apus) in the years 2016 to 2018. These long-distance migrants breed in Europe and winter in Africa. Their only feeding source is aerial plankton. Pooled organ samples of 42 adult and 40 juvenile swifts were tested with the multiresidue method by gas chromatography-mass spectrometry (GC-TOF/MS). Predominantly, 4,40-DDE, dieldrin, hexachlorobenzene (HCB), lindane and polychlorinated biphenyls (PCBs) were found in most of these common swifts. Only 4,40-DDE (adult: 83 ± 70 µg/kg, juvenile: 17 ± 39 µg/kg) and dieldrin (adult: 2 ± 3 µg/kg, juvenile: 0.3 ± 1 µg/kg) concentrations were significantly different between adult and juvenile birds. All detected concentrations in our study were far lower than the previously recorded pesticide concentrations of common swifts in Italy and those which are known to cause toxicity and death in birds.

 


 

 

Gegenstand und Ziel In der verfügbaren Literatur finden sich Angaben zu Infektionen mit Salmonella (S.) enterica serovar Infantis bei Mauerseglern (Apus apus) mit hoher Prävalenz. Der Mauersegler ernährt sich von Luftplankton, überwintert als Langstreckenzieher in Zentralafrika und kann in Abhängigkeit von den vorhandenen Brutmöglichkeiten hohe Bestandsdichten erreichen. Engagierte fachkundige Privatpersonen übernehmen die Pflege und Handaufzucht von verunfallten juvenilen Mauerseglern. Dies führt unweigerlich zu einem engen Kontakt zu diesen Vögeln. Mit diesem Hintergrund sollte bei Mauerseglern die Ausscheidung von Salmonella spp. untersucht werden.

Material und Methoden In den Jahren 2014 und 2019 wurden Darmabstriche oder frische Kotproben von Mauerseglern (2014: n = 54; 2019: n = 62) aus dem Raum Hannover, Niedersachsen, Deutschland, mikrobiologisch (DIN EN ISO 6579; Anhang D) auf das Vorkommen von Salmonella spp. untersucht.

Ergebnisse In beiden Untersuchungszeiträumen konnten bei keinem der untersuchten Mauersegler Salmonella spp. nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung und klinische Relevanz Der Mauersegler stellt mit hoher Wahrscheinlichkeit kein natürliches Reservoir für Salmonellen dar. Bei der Übertragung von Salmonellen durch Mauersegler scheinen die lokalen Gegebenheiten mit der entsprechenden Kontamination der Umwelt eine wichtige Rolle zu spielen und sollten in eine Risikobeurteilung einbezogen werden.

Das Vorkommen des Zoonoseerregers Chlamydia (C.) psittaci bei Mauerseglern (Apus apus) mit hoher Prävalenz ist in der Literatur beschrieben. Der Langstreckenzieher Mauersegler, der sich ausschließlich von Luftplankton ernährt, kann in Gebieten mit geeigneten Brutplätzen hohe Bestandsdichten in Deutschland erreichen. In Wildvogelpflegestationen übernehmen auch engagierte, fachkundige Privatpersonen die Aufzucht juveniler Mauersegler mit einem unvermeidlichen engen Kontakt zum Pflegling.

Aus diesem Grund sollte das Vorkommen von C. psittaci bei Mauerseglern untersucht werden. Hierfür wurden in den Jahren 2009 bis 2018 gepoolte Organproben (Leber, Milz, Niere, Lunge, Trachea) tödlich verunfallter Mauersegler (n = 243) aus dem Raum Hannover, Niedersachsen, mithilfe von real-time PCR untersucht. 
Im gesamten Untersuchungszeitraum konnten keine spezifischen Sequenzen von C. psittaci (untersucht in den Jahren 2009 bis 2018) sowie von Chlamydia spp. (untersucht in den Jahren 2016 bis 2018) bei Mauerseglern im Raum Hannover, Niedersachsen, nachgewiesen werden. Somit ist es unwahrscheinlich, dass der Mauersegler ein Reservoir für den Zoonoseerreger C. psittaci im Untersuchungsgebiet Hannover ist.

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