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Die Anwendung des Needle-Arthroskops als diagnostische Maßnahme bei Knie- und Ellbogengelenkserkrankungen des Hundes

Für diese Studie wurden jeweils 30 Knie- und Ellbogengelenke von Hunden aus dem Patientengut der Tierärztlichen Klinik Ahlen in Allgemeinanästhesie mit dem Needle-Arthroskop und mit dem herkömmlichen Arthroskop untersucht. Alle Hunde zeigten eine Lahmheit in der Vorder- oder Hintergliedmaße, sodass eine Indikation zur Arthroskopie gegeben war. Die Arthroskopien wurden von einem erfahrenen Chirurgen nach einem standardisierten Untersuchungsgang durchgeführt, um keine relevanten Strukturen zu vergessen. Die Befunde wurden auf einem speziell für die Studie entwickelten Untersuchungsprotokoll vermerkt, sodass am Ende der arthroskopischen Untersuchung eine Auswertung und ein Vergleich der beiden Geräte vorgenommen werden konnte. Zunächst wurden die Hunde mit dem Needle-Arthroskop und anschließend über dieselben Zugänge mit dem herkömmlichen Arthroskop untersucht. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Needle-Arthroskopie weitgehend mit der herkömmlichen Arthroskopie vergleichbare Ergebnisse lieferte und sich somit als gutes diagnostisches Mittel erwiesen hat. Dies betraf zu 100% übereinstimmende Ergebnisse sowohl bei der Untersuchung des Ellbogen- als auch des Kniegelenks bei der Beurteilung des Knorpels und der Einstufung der Synovialitis. Signifikante Unterschiede zeigten sich allerdings bei der Darstellbarkeit des lateralen Proc. coronoideus im Ellbogengelenk und der Menisken im Kniegelenk. Der PCL konnte mit dem Needle-Arthroskop in nur zwei von 30 Fällen (6,6%) dargestellt werden, im Gegensatz dazu war die Darstellung mit dem herkömmlichen Gerät in 13 von 30 Fällen (43%) möglich. Im Kniegelenk war eine Visualisierung des medialen Meniskus mit dem Needle-Arthroskop zu 73% (22 von 30) und zu 90% (27 von 30) mit dem herkömmlichen möglich. Die Darstellbarkeit des kaudalen Anteils des MM jedoch war mit dem Needle-Arthroskop deutlich eingeschränkt und betrug nur 27%, im Vergleich zu 74% bei der herkömmlichen Arthroskopie. Der laterale Meniskus war mit dem Needle-Arthroskop zu 70% (21 von 30) und mit dem herkömmlichen zu 93% (28 von 30) visualisierbar. Deutliche Schwierigkeiten gab es auch da bei der Darstellung des kaudalen Anteils. Mit dem Needle-Arthroskop konnte er in nur 19% der Fälle und mit dem herkömmlichen Arthroskop in immerhin 46% der Fälle dargestellt werden. Bei der Beurteilung der anderen Strukturen gab es kleine Unterschiede und es konnte insgesamt festgestellt werden, dass die Ergebnisse der Needle-Arthroskopie geringgradig schlechter waren als die der herkömmlichen. Die Bildqualität des Needle-Arthroskop war deutlich schlechter, was eine Beurteilung teilweise erschwert hat. Zukünftig sollte das Needle-Arthroskop bei der Untersuchung kleiner Gelenke erprobt werden. Ein weiterer Forschungsbedarf besteht im Hinblick auf die gewählten Zugänge zum Gelenk, die Durchführbarkeit in Sedation und die Möglichkeit einer so überwachten Therapie.

For this study, 30 stifle and 30 elbow joints of dogs from the patient population of the Veterinary Clinic Ahlen were examined under general anesthesia with the needle arthroscope and with the conventional arthroscope using the same accesses to the joint. Each dog presented lameness in the fore- or hindlimb so the indication for an arthroscopic examination was given. The arthroscopies were performed by an experienced surgeon and the examination procedure was standardized to avoid missing any relevant intraarticular structure. All results were noted on an examination protocol specially developed for this study so that an evaluation and comparison of the two devices could be made after finishing the arthroscopic examinations. Initially, the dogs were examined with the needle arthroscope and subsequently with the conventional arthroscope through the same accesses. The results showed that needle arthroscopy provided largely comparable results to conventional arthroscopy and thus proved to be a good diagnostic tool. This concerned 100% concordant results in elbow and stifle joint examination in cartilage assessment and the grade of synovitis. However, significant differences were seen in the visualization of the lateral coronoid process in the elbow joint and the menisci in the stifle joint. The PCL could be displayed with the needle arthroscope in only two of 30 cases (6.6%); in contrast, visualization with the conventional device was possible in 13 of 30 cases (43%). In the stifle joint, the medial meniscus was able to visualize with the needle arthroscope in 73% (22 of 30) and in 90% (27 of 30) with the conventional one. The presentation of the caudal portion of the MM, however, was significantly limited with the needle arthroscope and was only 27%, compared with 74% with conventional arthroscopy. The lateral meniscus was visible with the needle arthroscope in 70% (21 of 30) and in 93% (28 von 39) with the conventional one. There were also clear difficulties in visualizing the caudal portion. It could be represented with the needle arthroscope in only 19% of the cases and with the conventional arthroscope in 46% of the cases. There were small differences in the assessment of the other structures, and it was determined that the results of the needle arthroscopy were slightly worse than these from the conventional arthroscopy. The quality of images was significant poorer so that an examination was more difficult.In the future, the needle arthroscope should be tested in the examination of small joints. There is a need for further research in this field especially with regard to the approaches to the joint, the feasibility under sedation and the possibility of therapeutic benefit.

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