Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)TiHo eLib

Quantitative measurement of udder oedema in dairy cows using ultrasound to monitor the effectiveness of diuretic treatment with furosemide

Ziel dieser Studie war, den Verlauf von peripartalen Euterödemen bei Milchkühen mittels Ultraschall zu messen und den therapeutischen Effekt des Diuretikums Furosemid zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurde ein Aufsatz mit Drucksensor für die Ultraschallsonde entwickelt, welcher Messungen unter ähnlichen Druckverhältnissen und somit wiederholbare und vergleichbare Ergebnisse ermöglichte. Im Rahmen eines Vorversuchs wurden bei 10 Kühen täglich in einem Zeitraum von 14 Tagen ante partum bis 14 Tagen post partum Ultraschallmessungen an vier Lokalisationen pro Euterviertel durchgeführt. Der
Hauptversuch fand an 50 Kühen statt. Den Tieren der Versuchsgruppe (n=25) wurde am Tag der Kalbung und am ersten und zweiten Tag post partum jeweils 500 mg
Furosemid intramuskulär verabreicht. Die Tiere der Kontrollgruppe (n=25) erhielten 10 ml 0,9 % Natriumchlorid-Lösung gleichermaßen. Der Versuchszeitraum erstreckte sich vom 21. Tag ante partum bis zum 21. Tag post partum. In dieser Zeit wurden 15 Ultraschallmessungen im Abstand von jeweils drei Tagen an der Zitzenbasis durchgeführt. Diese Position war im Vorversuch als beste Messlokalisation identifiziert worden. Zusätzlich wurden Viertelgemelksproben am Tag der Abkalbung, an Tag 7 und an Tag 14 genommen. Ein Zusammenhang
zwischen subklinischen Mastitiden und der Ausprägung des Euterödems konnte nicht festgestellt werden. Die durchschnittliche Euterödemdicke unterschied sich nicht zwischen der Furosemid- und der Kontrollgruppe. Zusammenfassend
ist zu sagen, dass eine Methode zur Messung von Euterödemen mittels Ultraschall etabliert werden konnte. Die Zitzenbasis erscheint die optimale Messlokalisation für Untersuchungen zum Verlauf von Euterödemen zu sein. In der vorliegenden Studie hatte die Behandlung mit Furosemid keinen messbaren positiven Effekt auf die Ausprägung des Euterödems bei Milchkühen. Allerdings sind weitere Untersuchungen mit einer größeren Stichprobe nötig, um diesen Zusammenhang
abschließend zu klären.

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