Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Katheterisierung des equinen Eileiters unter hysteroskopischer Kontrolle

Eileitererkrankungen sind bei der Stute eine bekannte Ursache für Infertilität. Da die diagnostische und therapeutische Zugänglichkeit dieser Struktur jedoch stark beschränkt ist bzw. nur mit großer Invasivität zu erreichen ist, wird häufig auf eine Behandlung der Eileiter verzichtet und die Stuten aus der Zucht genommen. Das Ziel dieser Arbeit war es, eine nicht invasive und praktikable Methode zu entwickeln, die die reproduktionsmedizinische Praxis ergänzt. An Schlachtorganen von zehn Stuten wurden Studien durchgeführt, die dem Verständnis der Größenverhältnisse des Eileiters und besonders der Eileiterpapille dienten. Diese waren für die Entwicklung eines passenden Kathetersystems und der Evaluation der zur Spülung erforderlichen Flüssigkeitsmenge essentiell. Die Methode und das entwickelte Kathetersystem wurden während einer hysteroskopisch-gesteuerten Katheterisierung des Eileiters an sieben euthanasierten Stuten erprobt. Der Eileiterzugang durch die hysteroskopische Passage der Papilla Ostium uterinum tubae uteri konnte in allen Fällen erreicht werden. Im anschließenden Hauptversuch wurde die Eileiterkatheterisierung und –spülung bei 21 klinisch gesunden Stuten durchgeführt. Erprobt wurde der hysteroskopische Zugang zum Eileiter und die anschließende Spülung des Ovidukts. Sechs Kathetersysteme wurden angefertigt und in den Versuchen verwendet. Es konnte eine minimal-invasive und praktikable Methode zu Katheterisierung des equinen Eileiters entwickelt werden. Acht der vorberichtlich infertilen Stuten wurden in der auf den Versuch folgenden Rosse besamt, sieben von acht waren daraufhin tragend. Es konnte eine Trächtigkeitsrate von 87,5% (7/8) nach der Hydrotubation des Eileiters bei vermeintlich infertilen Stuten erzielt werden. Ein sicherer Umgang mit dem Endoskop, sowie das Erlernen der beschriebenen Technik sind die Grundlage für eine erfolgreiche Durchführung. Die beschriebene Technik zur Diagnostik und Behandlung von Eileiterpassagestörungen bei infertilen Stuten konnte im Rahmen der vorliegenden Studie unter Praxisbedingungen etabliert werden. Damit steht eine vielversprechende Methode, die Zuchttauglichkeit von Stuten mit gestörter Eileiterpassage wieder herzustellen, zur Verfügung. Perspektivisch ist eine Nutzung im Rahmen von assistierten reproduktionsmedizinischen Verfahren denkbar Eileitererkrankungen sind bei der Stute eine bekannte Ursache für Infertilität. Da die diagnostische und therapeutische Zugänglichkeit dieser Struktur jedoch stark beschränkt ist bzw. nur mit großer Invasivität zu erreichen ist, wird häufig auf eine Behandlung der Eileiter verzichtet und die Stuten aus der Zucht genommen. Dies bedeutet einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für den Züchter. Das Ziel dieser Arbeit war es, eine nicht invasive und praktikable Methode zu entwickeln, die die reproduktionsmedizinische Praxis ergänzt. Züchtern soll die Möglichkeit gegeben werden, die Fruchtbarkeit ihrer Stuten mit überschaubaren finanziellen Mitteln zu erhalten. An Schlachtorganen von zehn Stuten wurden Studien durchgeführt, die dem Verständnis der Größenverhältnisse des Eileiters und besonders der Eileiterpapille dienten. Diese waren für die Entwicklung eines passenden Kathetersystems und der Evaluation der zur Spülung erforderlichen Flüssigkeitsmenge essentiell. Die Methode und das entwickelte Kathetersystem wurden während einer hysteroskopisch-gesteuerten Katheterisierung des Eileiters an sieben euthanasierten Stuten erprobt. Der Eileiterzugang durch die hysteroskopische Passage der Papilla Ostium uterinum tubae uteri konnte in allen Fällen erreicht werden. Im anschließenden Hauptversuch wurde die Eileiterkatheterisierung und –spülung bei 21 klinisch gesunden Stuten durchgeführt. Erprobt wurde der hysteroskopische Zugang zum Eileiter und die anschließende Spülung des Ovidukts. Sechs Kathetersysteme wurden angefertigt und in den Versuchen verwendet. Es konnte eine minimal-invasive und praktikable Methode zu Katheterisierung des equinen Eileiters entwickelt werden (33/42 Eileiter konnten gespült werden.  Acht der vorberichtlich infertilen Stuten wurden in der auf den Versuch folgenden Rosse besamt, sieben von acht waren daraufhin tragend. Es konnte eine Trächtigkeitsrate von 87,5% (7/8) nach der Hydrotubation des Eileiters bei vermeintlich infertilen Stuten erzielt werden. Ein sicherer Umgang mit dem Endoskop, sowie das Erlernen der beschriebenen Technik sind die Grundlage für eine erfolgreiche Durchführung. Die beschriebene Technik zur Diagnostik und Behandlung von Eileiterpassagestörungen bei infertilen Stuten konnte im Rahmen der vorliegenden Studie unter Praxisbedingungen etabliert werden. 

Diseases of the fallopian tube are a known cause of infertility in mares. Due to limited diagnostic and therapeutic accessibility of this structure or a rather high invasivity needed to reach it, often oviductal treatment will be avoided and the mare is excluded from breeding. Aim of this survey is to develop a non-invasive and practical method as addition to the work in reproductive medicine. In organs of ten slaughtered mares evaluations to understand oviductal seize, especially size of the oviductal papilla were conducted. Those were essential for the development of a suitably catheter system and to observe the amount of fluid needed for oviductal flushing. Method and developed catheter system were tested during hysteroscopic oviductal catheterization in seven euthanized mares. Oviductal access via hysteroscopic passage of the papilla ostium uterinum tubae uteri could be gained in all cases. In the following main study, oviductal catheterization and hydrotubation was performed in 21 clinical healthy mares. Hysteroscopic oviductal access was tested. Six different catheter systems were manifactured and used during the study. A minimal-invasive and practicable method for catheterization of the equine oviduct could be developed (33/42 oviducts were successfully flushed). Eight of the previous infertile mares were inseminated in the following heat after the study. Seven of eight mares were in foal thereupon. A pregnancy rate of 87,5% (7/8) after oviductal catheterization and hydrotubation could be achieved in allegedly infertile mares. The technique described for diagnose and therapy of oviductal passage disturbances in infertile mares could be established in this study under practical conditions.

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