Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Die Pneumonie beim Fohlen : Untersuchung zur Entwicklung ultrasonografischer Befunde der Lunge und deren Zusammenhang mit den klinischen Befunden

Die Pneumonie des Fohlens ist eine der bedeutendsten Krankheiten während der Aufzucht. Da die Prophylaxe sich bisher als ineffektiv darstellt, sind eine frühe Diagnose und eine gut überwachte Behandlung wichtig, um die Mortalität bei den Fohlen zu minimieren. Das Ziel dieser Studie war es, Parameter zu finden, die auf eine Verschlechterung der Pneumonie frühzeitig hindeuten, um die Überwachung von jedem Patienten zu optimieren. Zudem beschreibt die Studie die Verteilung der Abszesse in der Lunge von Fohlen mit abszedierender Pneumonie unterschiedlichen Schweregrades und deren Entwicklung während der Behandlung. Zusätzlich wurde das Alter bei Erkrankung in Bezug auf den Schweregrad und die Entwicklung der Pneumonie untersucht, um den Einfluss auf die Prognose zu analysieren. Bei 465 Fohlen eines Gestütes mit subklinischer und klinischer Pneumonie wurde mithilfe der ultrasonografischen Untersuchung der Schweregrad der Lungenabszesse festgestellt. Insgesamt war zu beobachten, dass pulmonale Läsionen bei Fohlen mit Pneumonie vor allem im kranio-ventralen Bereich der Lunge festgestellt wurden. Die ersten beiden Wochen nach der Diagnose scheinen für die Überwachung der Fohlen mit Pneumonie am wichtigsten zu sein, weil die Notwendigkeit einer Umstellung der Behandlung während dieser Zeit offensichtlich wird. Schwer erkrankte Fohlen mit kleinen Läsionen heilen besser als Fohlen mit größeren Läsionen, somit ist die Größe der Abszesse ebenfalls prognostisch hilfreich. Von den drei klinischen Symptomen ist das Fieber der beste Indikator für einen schwerwiegenderen Verlauf der Pneumonie. Fohlen, die eine Umstellung der Therapie benötigen sind signifikant jünger, als die Fohlen, die mit der ersten Antibiotika-Wahl ausheilen. Aus diesem Grund sollte besonders bei den jüngeren Fohlen sorgfältig überwacht werden, ob die Pneumonie auf die Therapie anspricht.

Pneumonia of the foal is one of the major diseases in a horse breeding farm. As prevention is not yet effective, early diagnosis and monitored treatment are important to minimize losses. The aim of this study was to find a parameter in diagnosing pneumonia in foals that facilitates the monitoring and signals worsening of pneumonia early. The localization of pulmonary lesions of foals with different severity of abscessing bronchopneumonia and their development during treatment were observed as well as the signs of the clinical examination. Additionally the correlation between the age at diagnosis, the severity of the disease and the development was evaluated. Overall 465 foals were diagnosed with subclinical or clinical pneumonia on a horse breeding farm. The severity of pulmonary lesions was determined by ultrasonography of the thorax. In conclusion the important period in monitoring foals with pneumonia during treatment seems to be the first two weeks after diagnosis, because the decrease of ultrasonographic findings, as well as the need for a change of treatment is obvious in that period of time. The size of consolidations seems to be of prognostic value in severely affected foals. Regarding the three clinical signs studied, fever is the best indicator of a more severe progression of disease and worsening of the pneumonia that leads to a change of treatment. Foals that needed a change of antibiotics were significantly younger than the others. Therefore, young foals with pneumonia need to be monitored closely, even if the age at diagnosis did not correlate with the severity of the pneumonia.

Preview

Cite

Citation style:
Could not load citation form.

Rights

Use and reproduction:

Export