Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Nachweis von bakteriellen Krankheitserregern im Tracheobronchialsekret und in den Faeces von Fohlen mit Pneumonie

Hennig, Marie

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, den Nachweis von R. equi aus Tracheobronchialsekret und Kot bei Fohlen mit geringgradiger und hochgradiger Bronchopneumonie zu vergleichen. Die zu untersuchenden Proben wurden von Mai bis Oktober 2018 auf einem Gestüt, mit endemischer Rhodokokkose bei den Fohlen, entnommen. Es wurden 67 Fohlen mit ultrasonographisch nachgewiesenen Lungenveränderungen im Sinne einer Bronchopneumonie im Alter von vier Wochen bis vier Monaten untersucht. Für die Studie wurden die Fohlen in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe mit geringgradig an Pneumonie erkrankten Fohlen mit einem ultrasonographisch nachgewiesenen Abszessscore von 5 – 9 cm im Durchmesser und eine Gruppe mit hochgradig an Pneumonie erkrankten Fohlen, die einen Abszessscore von über 10 cm im Durchmesser aufwiesen. Den Fohlen wurde am selben Tag der ultrasonographischen Untersuchung und der Diagnose Pneumonie endoskopisch Tracheobronchialsekret und mittels rektal eingeführter Tupfer eine Kotprobe entnommen. Bei den Fohlen mit geringgradiger Pneumonie wurde nur bei zwei von 23 (9 %) Fohlen R. equi im Tracheobronchialsekret nachgewiesen. Bei 15 von 44 (34 %) Fohlen mit hochgradigen Lungenveränderungen wurde R. equi im Tracheobronchialsekret nachgewiesen. Von diesen 15 Patienten wurde bei zwölf (80 %) der Fohlen R. equi auch im Kot gefunden. Insgesamt wurde daher bei 17 Fohlen R. equi im Tracheobronchialsekret und bei zwölf Fohlen im Kot nachgewiesen. Somit wurden bei den geringgradig an Pneumonie erkrankten Fohlen zwei Proben positiv auf R. equi getestet und bei den hochgradig an Pneumonie erkrankten Fohlen wurde 15mal R. equi isoliert. Neben R. equi wurde bei 49 von den 67 Fohlen (73 %) auch Strep. zooepidemicus nachgewiesen. Davon wurden 55 % der Proben bei den geringgradig an Pneumonie erkrankten Fohlen und 45 % bei den hochgradig an Pneumonie erkrankten Fohlen isoliert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Nachweis von R. equi in einer Probe aus den Atemwegen von Fohlen mit Pneumonie eine höhere Sensitivität aufweist als aus dem Kot. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass beide Methoden für den Nachweis von R. equi bei Fohlen mit Pneumonie gut übereinstimmen. Zusätzlich wird durch die Studie deutlich, dass der Nachweis von R. equi besser bei hochgradig an Pneumonie erkrankten Fohlen gelingt, diese daher mehr R. equi ausscheiden.

The aim of the present investigation was to compare the detection of R. equi in tracheobronchial aspirates and in fecal samples in moderate and severe bronchopneumonia foals. The samples were collected from May to October 2018 at a stud with endemic rhodococcosis in foals. 67 foals, with ultrasonographic detected pneumonia, four weeks to four months of age, were divided in foals with mild pulmonary lesions and an ultrasonographic detected abscess score of 5-9cm in diameter and in foals with moderate to severe pulmonary changes and an abscess score of over 10cm in diameter. On the day of the ultrasonographic examination, a sample of tracheobronchial secretion was taken trans endoscopically and a fecal sample via rectally inserted swab was taken from the foals and the first was processed by culture and the fecal sample by PCR. In foals with moderate pneumonia, R. equi was detected in tracheobronchial aspirate of only two of 23 (9%) foals. In 15 of 44 (34%) foals with severe pneumonia R. equi was detected in the airway samples. In these 15 foals, R. equi was also found in the faeces of twelve (80%) foals. In total there were 17 foals with R. equi detected in the tracheobronchial aspirate and twelve foals with R. equi in the faeces, as well as two samples with R. equi detected in foals with moderate pneumonia in contrast to 15 foals with R. equi in foals with severe pneumonia. Besides R. equi, Strep. zooepidemicus was detected in 49 of the 67 foals (73%). 55% of Strep. zooepidemicus was isolated in foals with moderate pneumonia and 45% foals with severe pneumonia. The study shows a higher sensitivity of the detection of R. equi in tracheobronchial aspirates than in feces of foals with pneumonia, but also a good agreement between the two detection methods. In addition, the study shows that the detection of R. equi is more successful in foals with severe than in foals with moderate pneumonia.

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