Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Entwicklung eines Kopro-ELISAs zur quantitativen Diagnostik von Strongylideninfektionen bei Equiden

Klick, Mandy GND

Das Ziel dieser Arbeit war die Charakterisierung von E/S-Antigenen kleiner Strongyliden sowie die Entwicklung eines Kopro-ELISAs, welcher eine quantitative Bestimmung von Strongyliden in Kotproben von Equiden ermöglicht. E/S-Antigene kleiner Strongyliden werden über deren Körperöffnungen bzw. Körperoberfläche abgegeben und stellen vermutlich eine zuverlässigere Darstellung der Wurmbürde dar als die EpG-Untersuchung, welche in dieser Arbeit als Vergleichsuntersuchung diente. Zur Evaluierung ihres E/S-Antigens wurden diverse kleine Strongyliden kultiviert. In der SDS-PAGE wiesen alle E/S-Antigenproben ein vergleichbares Bandenmuster auf und Strongyliden-positive Equiden konnten mit ihrem Serum im Immunoblot insbesondere die Antigene von 50 kDa- und 80 kDa Größe erkennen. Die Herstellung polyklonaler anti-E/S-Antikörper im Kaninchen und in der Ziege war nicht ausreichend, um in einem Sandwich-ELISA EpG-positive Kotproben darzustellen. Daher wurden in Mäusen monoklonale Antikörper hergestellt, welche als Beschichtungsantikörper im Sandwich-ELISA mit spezifisch aufgereinigten Kaninchenseren als Detektionsantikörper fungierten. Mit zwei mAK-Klonen wurden schließlich 160 EpG-positive Kotproben mit EpG-Werten zwischen 25 und 1.900 und 21 EpG-negative Kotproben untersucht. Die EpG-Ergebnisse korrelierten nicht mit den OD-Werten des ELISAs. Insbesondere bei Verwendung des Klons 5/2 lagen die meisten EpG-positiven Proben jedoch größtenteils oberhalb des Mittelwertes aller negativen Proben. Es ist möglich, dass der in dieser Arbeit entwickelte ELISA nach entsprechender Weiterentwicklung das Potential besitzt, das EpG als Entscheidungshilfe bei der anthelminthischen Behandlung von Pferden abzulösen.

This study aimed to characterize small strongyle E/S antigens and the evaluation of a copro-ELISA with the ability of a quantitative measurement of E/S in equine faeces. E/S antigens, which are secreted over the surface and orifice of the parasites, are presumably a more reliable predictor of the factual worm burden than the McMaster-method, which was performed as a reference method in this study. Various species of small strongyles were cultivated in order to characterize them. SDS-PAGE analysis revealed comparable banding pattern among all E/S antigen samples and most of equine strongyle-positive sera were able to detect single E/S-antigens of 50 kDa and 80 kDa. The production of polyclonal anti-E/S-antibodies in rabbits and goats was not sufficient to detected E/S antigens in faecal samples. Therefore, monoclonal antibodies (mAb) against E/S antigens were generated in mice to utilize them as coating antibodies in combination with detection antibodies from purified rabbit sera. Two mAb clones were tested with 160 epg-positive faecal samples with epg values between 25 and 1.900 and epg negative faecal samples. Epg values did not correlate with OD of the ELISA. Especially with clone 5/2 most of the epg positive samples appeared above the arithmetic mean of all negative samples. With further improvement, this ELISA may be of potential to replace the epg determination to support decision making in anthelmintic treatment of horses.

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