Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Der Einfluß von Fucoidin auf das Entstehen von sekundärem Lungen- und Leberversagen in einem two-hit Modell von Ischämie und Reperfusion und caecaler Ligation und Punktion in der Maus

Beitze-Breyhan, Kerstin

Bei der Entstehung des systemischen Entzündungsantwort Syndrom (SIRS) und des Multiorgan Dysfunktions Syndrom (MODS) spielen pathophysiologisch die neutrophilen Granulozyten eine entscheidene Rolle. Sie gelangen über das Endothel in die Organe und führen dort zu einer Parenchymschädigung, welche in einem SIRS oder MODS resultieren kann. An dieser Interaktion sind Adhäsionsmoleküle wie L-Selektin und Zytokine beteiligt. Ein protektiver Effekt kann durch die Inhibition von L-Selektin und damit die Unterdrückung der Neutrophilenmigration in das Gewebe erreicht werden. Wie in dieser Arbeit gezeigt werden konnte, ist Fucoidin, ein sulfatiertes Polysaccharid, aufgrund seiner chemischen Struktur in der Lage, das Rolling von neutrophilen Granulozyten an dem Endothel effektiv zu hemmen. Im "two-hit" Mausmodell zeigt sich diese Inhibition der Migration nach Fucoidingabe in der Persistenz neutrophiler Granulozyten in der peripheren Zirkulation mit daraus resultierenden Erhöhungen der IL-6 und IL-10 Konzentrationen im Serum und einer Erhöhung der Myeloperoxidaseaktivität im pulmonalen und hepatischen Parenchym. Ferner zeigen sich durch Fucoidin hervorgerufene gewebsprotektive Effekte. Diese lassen sich anhand der Proteinratio aus broncho-alveolärer Lavage (BAL)-Flüssigkeit und Serum und auch histologisch darstellen. Die Letalität mit Fucoidin behandelter Mäuse war signifikant geringer als die nicht behandelter Mäuse.

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Beitze-Breyhan, Kerstin: Der Einfluß von Fucoidin auf das Entstehen von sekundärem Lungen- und Leberversagen in einem two-hit Modell von Ischämie und Reperfusion und caecaler Ligation und Punktion in der Maus. Hannover 2000. Tierärztliche Hochschule.

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