Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Effekt der Hypothermie und der Wiedererwärmung auf die inflammatorische Immunreaktion in einem Traumamodell der Maus

Lürig, Astrid

This study was made to examine the influence of hypothermia and rewarming due to the inflammatory response after polytrauma. Therefore a traumamodel was developed to simulate the clinical outcome, the immunologic-status as well as the histomorphologic and pathophysiologic organic changes by comparing a fracture of the femur and an isolated traumatic hemorraghe and the induction of hypothermia with different stages and different timing. One of the main results is the low survivalrate within the group of normothermia. This is associated with increased levels of MCP-1 and IL-6. On the other hand the IL-10-plasmalevels are decreased. The stage of lunginjury is lowlevelled existing less interstitial edema. Furthermore, there are less infiltrations of granulocytes in the lungs, showing an inflammatory response. A hydropic degeneration in the liver, showing a damage, is less occurent. As a conclusion, normothermia leads to a worse outcome because of an increased proinflammation. On the other hand it is shown that a mild, moderate and severe hypothermia and a rewarming are responsible for a good outcome. This fact is related to lower mortality because of a decreased IL-6-secretion and an increased IL-10-secretion in comparison to normothermia. There are lower plasmalevels of MCP-1 than in normothermia. The immunologic response in these groups is less than in normothermia. This leeds to a protective effect in trauma. All groups showed less lung and liverinjury. Finally, the different survivalrates seem to exist because of a difference in cytocinproduction.

Um den Einfluß der Hypothermie und der Wiedererwärmung auf das inflammatorische System im Rahmen eines Polytraumas zu untersuchen, wurde diese Studie durchgeführt. Dazu wurde ein Traumamodell entwickelt, dass den klinischen Verlauf, den Immunstatus, die histomorphologischen und die pathophysiologischen Organveränderungen polytraumatisierter Patienten simuliert. Dies erfolgte anhand eines Vergleiches zwischen einer Fraktur des Femurs und einer isolierten traumatischen Hämorrhagie und der Induktion einer Hypothermie mit unterschiedlichen Schweregraden und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Auffällig ist, dass die normothermen Tiere die niedrigste Überlebensrate aufweisen. Dieses Ergebnis ist mit erhöhten MCP-1-, und IL-6-Spiegeln assoziiert. Hingegen liegen geringe Serumspiegel an IL-10 vor. Der Grad der Lungenschädigung ist gering. Es existieren interstitielle Ödeme, die geringgradig ausgebildet sind. Desweiteren sind Granulozyteninfiltrate geringgradig in der Lunge anzutreffen, die auch für ein Entzündungsgeschehen sprechen. Eine hydropische Degeneration, als Zeichen eines Leberschadens ist in geringem Maße zu verzeichnen. Zusammenfassend sei gesagt, dass eine Normothermie aufgrund einer erhöhten Proinflammation eine schlechte Prognose mit sich bringt. Hingegen bieten eine milde, moderate und schwere Hypothermie und mit Wiedererwärmung eine gute Prognose. Dieser Fakt wird bestätigt durch höhere Überlebensraten, die mit einer Abnahme der IL-6-Sekretion und einer bezüglich einer Normothermie vermehrten IL-10-Sekretion verbunden waren. Geringere MCP-1-Plasmawerte waren hinsichtlich der normothermen Gruppe anzutreffen. Es wurde gezeigt, dass die Immunantwort schwächer ausgeprägt war, was zu einem protektiven Effekt im Traumageschehen führt. In allen Gruppen war die Lungenschädigung gering ausgeprägt. Geringe Leberveränderungen waren innerhalb aller Gruppen ersichtlich. Also muß davon ausgegangen werden, dass die unterschiedlichen Überlebensraten aufgrund der verschiedenen Zytokinproduktion zustandekamen.

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Lürig, Astrid: Effekt der Hypothermie und der Wiedererwärmung auf die inflammatorische Immunreaktion in einem Traumamodell der Maus. Hannover 2004. Tierärztliche Hochschule.

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