Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Untersuchung zur Pharmakokinetik des Stoffes Tetrahydrogestrinon hinsichtlich der Dopingrelevanz beim Pferd

Gerlach, Markus

The aim of this study was to develop and validate a suitabe method for the analysis of THG in equine plasma and urinesamples. Based on this facts the pharmacocinetic and pharmacodynamic parameters are examintanted. The analytical method was based upon a study of the Institute of Biochemistry at the Deutsche Sporthochschule in Cologne, which were specially modified for THG using samples collected in a preliminary study. The horses in the preliminary experiment as well as in the main experiment received THG in a dose of 0,025 mg/kg body weight oral. The detection of detomidine in plasma was performed using a HPLC/MS/MS-method after extraction. The preparartion includes an hydrolysis and solvolysis. Following evaporation of the liquid volume these samples were prepared for analysis in the HPLC/MS/MS. Gestrinon were used as internal standards. The validation of the analytical method was performed on the parameters selectivity and specitivity, linearity, accuracy, precision, stability and recovery. The limit of quantification was 1,5 ng/ml in plasma, 15 ng/ml for THG in urin samples. Maximum concentrations of THG in plasma were detected 57 minutes p. a. within the range of 1,5 and 4,7 ng/ml plasma. THG in plasma samples was detectable for only 12 hours p. a.. Maximum concentrations of THG in urin were in a range between 38 and 208 ng/ml. The maximum contratrations were detected after 6 hours. The concentration of THG were below the limit of detection after 36 hours. Due to the fact that every animal experiment has to compromise in the number of animals included, therefore representing only a small part of the population, and with regards to notable individual variation, no defined statement can be made for general excretion times. Every detection of THG must be counted as a positive doping result and should be punished according to the law.

Ziel der vorliegenden Arbeit war die Entwicklung und Validierung einer geeigneten Analysemethode für THG in Pferdeplasma und –urinproben. Basierend hierauf sollte das pharmakokinetische Verhalten von THG im Pferd untersucht werden. Grundlage für die Entwicklung der Methode waren Vorarbeiten des Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln. Hier wurde THG in mit THG versetztem Blankurin nachgewiesen. Durch in einem Vorversuch gewonnene Proben wurde die Routinemethode zum Nachweis speziell modifiziert.  Sowohl im Vor- als auch im Hauptversuch wurde Pferden THG in einer Dosierung von 0,025 mg/kg KM einmalig oral verabreicht. Der Nachweis von THG im Plasma erfolgte über eine Festphasenextraktion. Für die Detektion im Urin wurde eine Aufarbeitung mit Solvolyse und Hydrolyse etabliert. Nach einer Einengung und Anlösen der Proben in Methanol  wurden die gewonnenen Proben mittels einer HPLC/MS/MS-Methode gemessen und ausgewertet. Als interner Standard diente Gestrinon. Die Validierung der Methode umfasste die Parameter Selektivität und Spezifität, Linearität, Richtigkeit, Präzision, Stabilität und Wiederfindung. Die Bestimmungsgrenze lag im Plasma bei 1,5 ng/ml und im Urin bei 15 ng/ml. Maximale Konzentrationen von THG im Plasma wurden durchschnittlich nach 57 Minuten  a. ermittelt und lagen zwischen 1,5 und 4,7 ng/ml. THG erreichte seine höchsten Konzentrationen von 38 bis 205 ng/ml im Urin nach6 Stunden nach der Applikation. Die Nachweisgrenze wurde im Plasma nach 12 Stunden, im Urin nach 36 Stunden unterschritten. Aufgrund der relativ zur Gasamtpopulation geringen Anzahl von Versuchstieren und beachtenswerter interindividueller Variabilität ist keine auf die Gesamtpopulation übertragbaren Aussage zu Ausscheidungszeiten zu treffen.. Jeder Nachweis von THG muss daher als positiver Dopingbefund betrachtet werden. Aufgrund der kurzen Ausscheidungszeiten sind hier Trainingskontrollen anzuraten.

Zitieren

Zitierform:

Gerlach, Markus: Untersuchung zur Pharmakokinetik des Stoffes Tetrahydrogestrinon hinsichtlich der Dopingrelevanz beim Pferd. Hannover 2005. Tierärztliche Hochschule.

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

Export