Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Das Bunte Bentheimer Schwein

Kolk, Cora

In the year 2003 the structure of the stud-book population of the Black-and-White Bentheim Pig in Germany was examined. It included 112 breeding-animals. 5 ancestor generations with a 76 % completeness of pedigrees were viewed. The medium inbreeding coefficient of the animal group was 8.01 %. The average relationship coefficient was 14.54 %. Within the boar and sow lines higher relationship coefficients were achieved.   The breeding of the Black-and-White Bentheim Pig in the south-west of Lower Saxony goes back to the transition from the 19th to the 20th century. At the beginning of the 1950s it was included in the stud-book breeding of Lower Saxony. In the middle of the 1960s the last few breeding-animals disappeared from the register. Since 1988 the Black-and-White Bentheimers have been recorded in the stud book of Lower Saxony again, since 1996 in Hesse and since 1997 in North Rhine-Westphalia. In the year 2005 the nationwide registration of breeding-animals in the stud-book of the Lower Saxon Association of Pig-Breeders e. G. in Oldenburg began. At the end of 2005 310 breeding-animals were reported in 70 businesses.   According to the survey carried out in the years 2001 and 2002 among the businesses breeding the Black-and-White Bentheim Pig the majority of the businesses dealt with the preservation of ancient races of domestic animals. The animals were kept extensively in good health in accordance with their characteristics of robustness. Breeding losses were mainly limited to causes other than diseases. The marketing of the animals varied concerning the procedures and the prices. An expansion of the breeding was aimed at for the future by the questioned businesses. Since March 2003 the Association for the Preservation of the Black-and-White Bentheim Pig e. V. (Registered Association) has existed. Its aims are the preservation of animal genetic resources as well as the maintenance of the race.

Im Jahr 2003 wurde die Struktur der Herdbuchpopulation der Bunten Bentheimer Schweine in Deutschland untersucht. Diese umfasste 112 Zuchttiere. Es wurden 5 Ahnengenerationen mit einer Vollständigkeit der Pedigrees von etwa 76% betrachtet. Der mittlere Inzuchtkoeffizient der Tiergruppe betrug 8,01%.  Der durchschnittliche Verwandtschaftskoeffizient lag bei 14,54%. Innerhalb der Eber- und Sauenlinien wurden jeweils höhere Verwandtschaftskoeffizienten erreicht.   Die Zucht von Bunten Bentheimer Schweinen in der Region des südwestlichen Niedersachsens geht zurück auf die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhunderts. Zu Beginn der Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde es in die Herdbuchzucht Niedersachsens aufgenommen. Mitte der Sechziger Jahre verschwanden die letzten Zuchttiere wieder aus der Registrierung. Seit 1988 werden die Bunten Bentheimer wieder in Niedersachsen, seit 1996 in Hessen und 1997 in Nordrhein-Westfalen im Herdbuch geführt. Im Jahr 2005 begann die bundesweite Registrierung der Zuchttiere im Herdbuch der Niedersächsischen Erzeugergemeinschaft für Zuchtschweine e.G. in Oldenburg. Ende 2005 waren 310 Zuchttiere in 70 Betrieben gemeldet.   Laut Befragung der Besitzer von Zuchtbetrieben mit Bunten Bentheimer Schweinen in den Jahren 2001 und 2002 beschäftigte sich die Mehrzahl der Betriebe mit der Erhaltung von alten Haustierrassen. Entsprechend ihrer Robusteigenschaften wurden die Tiere extensiv bei guter Tiergesundheit gehalten. Aufzuchtverluste beschränkten sich überwiegend auf nicht krankheitsbedingte Ursachen. Die Vermarktung der Tiere erfolgte in Modalität und Preis uneinheitlich. Eine Ausweitung der Zucht wurde von den befragten Betrieben für die Zukunft angestrebt. Seit März 2003 besteht der Verein zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweins e.V. Als Vereinsziele werden die Erhaltung von Tiergenetischen Ressourcen sowie die Pflege der Rasse verfolgt.

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Kolk, Cora: Das Bunte Bentheimer Schwein. Hannover 2006. Tierärztliche Hochschule.

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