Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Alpha-adrenerge Rezeptoren im equinen Fettgewebe und ihre Bedeutung im Hinblick auf das Hyperlipämie-Syndrom des Ponys

Zahn, Britta

This study was aiming at the investigation of the occurrence and allocation of α-adrenergic receptors in the adipose tissue of horses and ponys. This should be a step forward in the explanation of the etiology of the hyperlipemia syndrome of the pony. First we had to separate the adipocyte plasmamembrane by different homogenizations and differential centrifugation. Then  the measurement of the α-receptor binding site was done by an radioassay. There was an average of 34,67 (± 15,21) fmol/mg protein for the α1-receptor binding sites in pony fat and 43,5 (± 17,26) fmol/mg protein in adipocytes of the horse. That means there was no significant difference between both races. Even the amount of α2-adrenoceptors showed no statistical difference between ponies (110,5 ± 41,2 fmol/mg protein)  and horses (102,4 ± 44,6 fmol/mg protein). The comparison of the adrenoceptor subtypes showed a significant higher amount of α2-receptors than α1-receptors in ponies as well as in horses. The measurement of the fat cell size results in an average cell surface of 1,23 (± 0,52) mm2/100 cells in the visceral fat and an average of 1,11 (± 0,41) mm2/100 cells in the inguinal adipose tissue of the pony group. There were no statistical differences between both localizations concerning the cell size. In opposite to the ponies there was statistical significant larger cell surface in the visceral (0,84 ± 0,26 mm2/100 cells) compared to the inguinal fat (0,62 ± 0,11 mm2/100 cells) in horses. Comparing the races there are significant larger inguinal adipocytes in ponies than in horses while there was a trend for the adipocytes of the visceral fat of ponies to be larger with no statistic evidence. With regard to the etiology of the hyperlipemia syndrome the raised amount of lipolysis could not explain by a reduced density of α-adrenergic binding sites. Further investigations have to check out wich parts of the signal cascade of the lipolysis predispose ponies for hyperlipemia.

Ziel dieser Studie war, das Vorkommen und die Verteilung von α-adrenergen Rezeptorensubtypen im Fettgewebe von Pferden und Ponys zu untersuchen, um einen Beitrag zur Klärung der Ätiologie des Hyperlipämie-Syndroms des Ponys zu liefern. Zunächst wurde aus equinem Bauchhöhlen- bzw. Inguinalfettgewebe die Adipozytenplasmamembran durch verschiedene Homogenisationsschritte und differenzielle Zentrifugation isoliert. Anschließend erfolgte die Messung der α-Rezeptorenbindungsstellen an der Plasmamembran mittels Radioassay. Es ergaben sich für die α1-Rezeptorenbindungsstellen im Ponyfett durchschnittlich 34,67 (± 15,21) fmol/mg Protein, beim Pferd wurden durchschnittlich 43,5 (± 17,26) fmol/mg Protein gemessen. Demnach konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Rassen ermittelt werden. Auch bei dem Besatz mit α2-Adrenozeptoren konnte kein Unterschied zwischen Pony (110,5 ± 41,2 fmol/mg Protein)  und Pferd (102,4 ± 44,6 fmol/mg Protein) statistisch abgesichert werden. Im Vergleich der Adrenozeptorensubtypen  zeigte sich sowohl beim Pony als auch beim Pferd ein signifikant höherer Besatz der Fettzellmembran mit α2- im Gegensatz zu α1-Rezeptoren. Die Messung der Adipozytengröße ergab in der Ponygruppe eine durchschnittliche Zellfläche von 1,23 (± 0,52) mm2/100 Zellen für das Bauchfett, im Inguinalfett wurden im Durchschnitt 1,11 (± 0,41) mm2/100 Zellen gemessen. Somit findet sich zwischen den Lokalisationen kein statistisch signifikanter Unterschied in der Zellgröße. Bei den Pferden hingegen konnte eine größere Zellfläche im Bauchfett (0,84 ± 0,26 mm2/100 Zellen) vergleichend zum Inguinalfett (0,62 ± 0,11 mm2/100 Zellen) statistisch abgesichert werden. Im Rassevergleich zeigten sich bei den Ponys signifikant größere Inguinalfettzellen als bei den Pferden, wogegen die Adipozyten des Bauchfetts beim Pony tendentiell, aber nicht statistisch signifikant größer sind. Hinsichtlich der Ätiologie des Hyperlipämie-Syndroms lässt sich die gesteigerte Lipolyse bei Ponys nicht durch eine verminderte α-Rezeptorendichte erklären. Weiterhin bleibt zu prüfen, welche Aspekte in der Signalkaskade der Lipolyse zur Prädisposition des Ponys zur Hyperlipämie führen.

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Zahn, Britta: Alpha-adrenerge Rezeptoren im equinen Fettgewebe und ihre Bedeutung im Hinblick auf das Hyperlipämie-Syndrom des Ponys. Hannover 2009. Tierärztliche Hochschule.

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