Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Einsatz verschiedener Progesteronpräparate (CIDR, PRID) in Kombination mit einer Prostaglandin-Applikation zur Brunstsynchronisation von Empfängertieren für den Embryotransfer

Hovsepyan, Ruzanna

The purpose of this thesis was to examine the use of different progesterone applications (PRID alpha or CIDR) in conjunction with a prostaglandin application for estrus synchronization of cattle. The results obtained from the CIDR intra-vaginal device were compared with the results of the PRID alpha 1.55 g progesterone intra-vaginal device. For the examination the recipients of Simmental breed (BVN, Brandhof) were randomly assigned to two groups. Regardless of the cyclic status in one group CIDR intra-vaginal devices were inserted, the other animals were treated with PRID alpha intra-vaginal devices for seven days. One day prior the removal of the implants all animals were given a prostaglandin analogue (Cloprostenol, Estrumate, 2ml/cow). Nine days after the oestrus, frozen/thawed embryos were transferred. At Day 30, 47% (16 animals) of animals treated with PRID were pragnent, which was significantly lower than the number of animals treated with CIDR [64% (14 animals)]. No other losses of embryos were recorded. Generally, the average concentrations of plasma progesterone of both used gestagenic compounds were similar. However, during the first two hours after inserting the device, animals treated with PRID had a much higher plasma concentration of progesterone compared to animals carrying a CIDR device. This may be caused by the larger surface of the PRID device, which seems to support a faster adsorption of the compounds by the vaginal epithelium. These high concentrations at the beginning might possibly have a negative influence on the change from proliferation to secretion of the endometrium, and therefore negatively affect the establishment of a pregnancy. The results proved a good compatibility of both compounds, combined with a later injection of PGF2alpha one day prior of the removal of the devices. Sufficiently high rates of synchronization and pregnancy can be obtained. In this study the CIDR intra-vaginal device proved to be superior to PRID alpha intra-vaginal device, when focusing on high pregnancy rates.

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Eignung verschiedener Progesteron-Präparate (PRID® alpha oder CIDR®) in Kombination mit einer Prostaglandin-Applikation für die Brunstsynchronisation beim Rind zu untersuchen. Die mit der CIDR®-Spange erzielten Ergebnisse wurden mit den Ergebnissen der PRID® alpha 1,55 g Progesteron-Spirale verglichen. Empfängertiere der Rasse Fleckvieh des BVN (Brandhof) wurden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt und erhielten unabhängig vom Zyklusstand für sieben Tage entweder eine Spange (CIDR®) oder eine Spirale (PRID® alpha). Einen Tag vor Entfernen des Implantats wurde allen Tieren ein Prostaglandinpräparat (Estrumate®, 2ml pro Tier) verabreicht. Neun Tage nach Entfernen des Implantats erfolgte der Transfer tiefgefrorener/aufgetauter Embryonen. Am 30. Tag der Trächtigkeit lag die Trächtigkeitsrate der mit PRID behandelten Tiere bei 47% (16 Tiere), die damit signifikant niedriger war als die der mit CIDR behandelten Tiere [64% (14 Tiere)]. Im weiteren Versuchsverlauf wurden keine weiteren Embryonalverluste festgestellt. Die Verläufe der mittleren Plasmaprogesteronkonzentrationen beider eingesetzter Gestagenpräparate wiesen prinzipiell eine hohe Ähnlichkeit zueinander auf. Lediglich während der ersten zwei Stunden nach dem Einsetzen der Spirale wurden bei den PRID-Tieren deutlich höhere Progesteronkonzentrationen im Blutplasma festgestellt als bei den CIDR‑Tieren. Dies könnte auf die größere Oberfläche der PRID-Spirale zurückzuführen sein, die eine schnellere Adsorption der abgegeben Stoffe durch das Blut zu begünstigen scheint. Es besteht der Verdacht, dass ein zu schneller Anstieg der Anfangskonzentration bei der Behandlung einen negativen Einfluss auf die Umwandlung von der Proliferations- in die Sekretionsphase des Endometriums und damit auf die Etablierung einer Trächtigkeit haben könnte. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Präparatanwendungen prinzipiell gut mit einer späteren PGF2α-Injektion, einen Tag vor der Präparatentnahme, kombiniert werden können und sich dabei ausreichend hohe Synchronisations- und Trächtigkeitsraten erzielen lassen. Damit erwiesen sich in dieser Studie CIDR®-Vaginalspangen gegenüber PRID® alpha-Spiralen als leicht vorteilhaft im Hinblick auf die Erzielung hoher Trächtigkeitsraten.

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Hovsepyan, Ruzanna: Einsatz verschiedener Progesteronpräparate (CIDR, PRID) in Kombination mit einer Prostaglandin-Applikation zur Brunstsynchronisation von Empfängertieren für den Embryotransfer. Hannover 2009. Tierärztliche Hochschule.

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