Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Untersuchung der stamm- und geschlechtsspezifischen Faktoren der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) an der Ratte

Stöppeler, Sandra

Non alcoholic fatty liver disease (NAFLD) is a common worldwide problem and not only western industrial nations suffer from this disease. The disease pattern contains a wide variety beginning with simple steatosis. There is also the possibility of progression to steatohepatitis or even fibrosis and cirrhosis that can lead to hepatocellular carcinoma at the end. The pathogenesis of progression is still unclear. As broad as the disease spectrum itself are the animal models concerning available for this disease. For the present study three different strains of laboratory rats were used (Lewis, Sprague Dawley and Wistar). Female and male animals were enclosed in this study to a total account of 72 rats. They were fed with normal rat chow for maintenance or a high fat diet. After three weeks blood and tissue sampling was performed in order to investigate serum, histological parameters and gene expression. The results of this study show different development of liver steatosis in the three rat strain we used in this study as reaction to the high fat diet. These differences are present in histology, biochemistry, adipocytokines and gene expression. But also the gender plays an important role regarding the strain itself and also in general. This fact was shown in all parameters tested. Male SD rats are the most useful animals with the most progression of NAFLD. A macrosteatosis combined with inflammation und beginning fibrosis was histologically detectable. There are also changes in the gene expression. Some genes of angiogenesis were suppressed. Nevertheless the other strains with a different stage of disease can be also useful for other questions of research.

Die NAFLD ist eine Erkrankung mit weltweitem Ausmaß. Das Krankheitsspektrum beinhaltet neben einer blanden Steatose auch zum Teil die Progression zur Steatohepatitis, Fibrose und Zirrhose und steht damit auch im Zusammenhang mit dem hepatozellulären Karzinom. Die Pathogenese der Progression ist noch weitgehend unklar. Ebenso breit gefächert wie das Krankheitsbild an sich sind auch die Induktionsmethoden dieser Erkrankung im Tiermodell. Bei der Modellwahl zur Fettleberinduktion im Tiermodell stehen diverse Modelle zur Verfügung. In der vorliegenden Studie wurden insgesamt 72 Ratten entweder mit einer Standardhaltungsdiät oder einer High Fat-Diät gefüttert. Die Ratten gehörten drei unterschiedlichen Rattenstämmen an. Es wurden männliche und weibliche Ratten in die Studie einbezogen. Nach 3 Wochen Fütterungszeit wurden Blut- und Leberproben zur Untersuchung von serumchemischen Parametern und der Histomorphologie und Genexpression der Leber entnommen. Die vorliegende Studie zeigt, dass es zwischen unterschiedlichen  Rattenstämmen eine unterschiedliche Ausprägung der Fettleber als Reaktion auf eine High-Fat Diät gibt. Diese Unterschiede zeigen sich histologisch, auf Ebene der klinischen Chemie, Adipozytokine und auch in der Genexpression. Daneben ist auch ein Geschlechtseinfluss innerhalb eines Stammes und im Allgemeinen nachzuweisen, der sich in allen Untersuchungsparametern zeigt. Die männliche SD-Ratte ist vor allem histologisch in dieser Studie das Versuchstier, welches die größte Progression einer NAFLD aufweist. Histologisch ist eine Makrosteatose mit Entzündung und beginnender Fibrose nachzuweisen. Molekularbiologisch zeigt sich eine negative Beeinflussung der Angiogenese. Daraus ist der Schluss zu ziehen, dass die männliche SD-Ratte ein geeignetes Tiermodell für die Untersuchung der Progression der NAFLD ist, aber auch die anderen Stämme unter spezifischen Fragestellungen zu verwenden sind.

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Stöppeler, Sandra: Untersuchung der stamm- und geschlechtsspezifischen Faktoren der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) an der Ratte. Hannover 2009. Tierärztliche Hochschule.

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