Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Überwinterung von Koi-Karpfen im Zierfischgroßhandel

Aurich, Kathrin

In the present study ornamental fish wholesale preventive measures for maintaining the health of koi carp in the cold water area were examined during the winter caging. In intervals of 14 days to 4 weeks 30 koi carps out in 3 tanks, containing 3,400 animals each, were examined in regard to the development of the condition of fish, animal losses and parasitological findings. In addition, important water parameters were investigated. The investigations were carried out over the period from November to April the following year. The Kois originated from a single population. Initially, in all 3 tanks a strong infestation with Trichodina has been observed through the first 3 study weeks. Then an infection of the animals became manifest with Dactylogyrus, which successfully could be treated and did not lead to a serious mortality. The start and the end of the investigations showed increased ammonia levels and a slightly decreased oxygen saturation. Reasons for this were the increased feed intake during this period and non-permanently stable water nitrification by the biological filter. The hibernating of Koi took place at a water temperature of 10 - 12 °C, feed uptake was relatively low so that no growth was detected. With the rising temperature of the water from the 21st study week on mortality increased significantly. The study clearly shows that infectious agents alone are rarely responsible for mortalities. For a successful winter caging of Koi carps appropriate preparations of the animals have to be done especially the feeding and housing conditions in the fall, and during the caging and feeding water parameters and feeding are to be inspected regulary. Only a good nutritional status of animals ensures the high energy demand, which is necessary for metabolic function and the defensive performance during hibernating and rewarming.

In der vorliegenden Arbeit werden Präventivmaßnahmen im Zierfischgroßhandel zur Gesunderhaltung von Koi-Karpfen im Kaltwasserbereich während der Winterhälterung untersucht. Dazu wurden aus 3 Tanks mit jeweils ca. 3400 Tieren stichprobenartig 30 Koi-Karpfen im Abstand von 14 Tagen bis 4 Wochen hinsichtlich der Entwicklung der Fischkondition, Tierverluste und parasitologischer Befunde untersucht. Zudem wurden für die Fischgesundheit wichtige Wasserparameter ermittelt. Diese Untersuchungen erstreckten sich über den Zeitraum von November bis April des Folgejahres. Die Koi entstammten aus einer Population. Anfänglich war in allen 3 Tanks über die ersten 3 Untersuchungwochen hinweg ein starker Befall mit Trichodina beobachtet worden. Danach wurde eine Infektion der Tiere mit Dactylogyrus manifest, die erfolgreich therapiert werden konnte und zu keiner gravierenden Mortalität führte. Zu Beginn und am Ende der Untersuchungen kam es zu erhöhten Ammoniakwerten und einer leicht erniedrigten Sauerstoffsättigung. Gründe dafür lagen zum einen in einer erhöhten Futteraufnahme in dieser Zeit und in der nicht dauerhaft stabilen Nitrifizierung durch den biologischen Filter. Die Hälterung der Koi erfolgte bei einer Wassertemperatur von 10-12 °C, die Futteraufnahme war relativ gering, so dass kein Wachstum zu erkennen war. Mit zunehmender Erwärmung der Umgebung des Wassers ab der 21. Untersuchungswoche kam es zu einem deutlichen Anstieg der Mortalität. Die Studie zeigt deutlich, dass selten Infektionserreger allein für Mortalitäten verantwortlich sind.  Für eine erfolgreiche Winterhälterung von Koi müssen entsprechende Vorbereitungen der Tiere,  speziell der Fütterung und der Haltungsbedingungen bereits im Herbst erfolgen und während der Hälterung Wasserparameter und Fütterung kontrolliert werden. Nur ein guter Ernährungszustand der Tiere sichert den hohen Energiebedarf, der für die Stoffwechselfunktion und die Abwehrleistung während der Überwinterung und der Wiedererwärmung notwendig sind.

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Aurich, Kathrin: Überwinterung von Koi-Karpfen im Zierfischgroßhandel. Hannover 2012. Tierärztliche Hochschule.

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