Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Animal Hoarding

Sperlin, Tina Susanne

A problem in animal welfare that public veterinary services are increasingly concerned about is Animal Hoarding, the pathological collecting and keeping of animals. The term was first used scientifically by Gary Patronek in the USA in 1990. He defines an Animal Hoarder as a person, who keeps a large number of animals without providing a minimum standard of food, hygiene and/or veterinary care. A first systematic investigation about Animal Hoarding has been published in the USA in 1999, in Germany however, no data concerning the subject has yet been collected. For the investigation questionnaires have been sent to all veterinary offices with questions about Animal Hoarding, specific questions about livestock and pet owner and also questions about measures being taken by the office and their successes. Altogether, 80.5% of the veterinary offices took part with 724 questionnaires being sent back. 219 veterinary offices reported about 625 cases, all over Germany every second office is affected. Animals mostly being hoarded were cats (50.8%), dogs (45.2%), rabbits (19.5%) and pet birds (14.8%), in total over 50,000 animals were affected. The average age of pet owners in this study was 50 years, more than two thirds were women. About 50% of the owners lived in single households, in all other cases traditional family structures have been reported. For the animals' safety as well as to help the owners improvements were developed on the basis of this investigation, which should serve the veterinary offices as a guideline for the administration process and conflict resolution.

Ein Tierschutzproblem, mit dem sich das öffentliche Veterinärwesen zunehmend befassen muss, ist erstmals von Gary Patronek in den Vereinigten Staaten 1990 mit dem Begriff Animal Hoarding, das pathologische Sammeln und Horten von Tieren, versehen worden. Er definiert einen Animal Hoarder als eine Person, die eine Vielzahl von Tieren hält, ohne einen Mindeststandard an Nahrung, Hygiene und/oder tierärztlicher Versorgung gewährleisten zu können. 1999 ist in den USA eine erste systematische Untersuchung veröffentlicht worden, für Deutschland sind bislang keine Daten über das Vorkommen von Animal Hoarding erhoben worden. Zur Untersuchung wurden Fragebogen an alle Veterinärämter versandt mit allgemeinen Fragen zu Animal Hoarding, spezifischen Fragen zum Tierbestand und Tierhalter und schließlich Fragen zu den ergriffenen Maßnahmen seitens des Amtes sowie dessen Erfolgen. Insgesamt beteiligten sich 80,5 % der Veterinärämter mit 724 eingesandten Fragebögen an der Umfrage. 219 Veterinärämter berichteten über 625 Fälle, deutschlandweit ist somit jedes zweite Veterinäramt betroffen. Am häufigsten wurden Katzen (50,8 %), Hunde (45,2 %), Kaninchen (19,5 %) und Ziervögel (14,8 %) gesammelt, insgesamt waren über 50.000 Tiere betroffen. Der Altersdurchschnitt der Halter/innen lag bei 50 Jahren. Mehr als zwei Drittel waren Frauen. Knapp die Hälfte der Halter/innen lebte in Singlehaushalten, ansonsten wurden fast ausschließlich rein familiäre, generationsübergreifende Strukturen beschrieben. Zum Schutz der Tiere und zur Hilfe für die Horter/innen wurden auf Grundlage dieser Untersuchung Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet, um den Amtsveterinären und Amtsveterinärinnen einen Orientierungsrahmen für die Bearbeitung und Konfliktlösung zu bieten.

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Sperlin, Tina Susanne: Animal Hoarding. Hannover 2012. Tierärztliche Hochschule.

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