Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Einfluss von intravenös und intranasal applizierten humanen Stammzellen bei der Cuprizon induzierten Demyelinisierung

Neßler, Jasmin

For the treatment of patients with multiple sclerosis there are no regenerative therapies in order to enhance remyelination. Mesenchymal stem cells (MSC) have been proposed to exert such regenerative functions. Intravenous administration of human MSC reduced the clinical severity of experimental autoimmune encephalomyelitis (EAE), an animal model mimicking some aspects of multiple sclerosis. However, it is not clear if this effect was achieved by systemic immunomodulation or if there is an active neuroregeneration in the central nervous system (CNS). In order to investigate remyelination and regeneration in the CNS the author analyzed the effects of intravenously and intranasally applied human bone marrow-derived MSC on Cuprizone induced demyelination, a toxic animal model that allows analysis of remyelination without the influence of the peripheral immune system. In contrast to EAE no effects of MSC on de- and remyelination and glial cell reactions were found. In addition, human MSC did not enter the lesions in the CNS in this toxic model. In conclusion, MSC are not directed into CNS lesions in the Cuprizone model where the blood-brain-barrier is intact.  

Bis dato ist keine Behandlung von Multiple Sklerose (MS) bekannt, die die Regeneration und Remyelinisierung des Nervengewebes unterstütz. Es wird angenommen, dass mesenchymale Stammzellen (MSC) diese Regeneration unterstützen können. In Tiermodellen für MS wie experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE) konnten bereits erste klinische Besserungen nach intravenöser Gabe von MSC gezeigt werden. Trotzdem ist es noch nicht geklärt, ob dieser Effekt im Gewebe des zentralen Nervensystems selbst stattfindet oder ob MSC einen Einfluss auf Immunzellen in der Peripherie ausüben und damit den Heilungsverlauf verbessern. Um dieser Frage nachzugehen, wurde in dieser Arbeit die Auswirkung von über die Schwanzvene oder über die Nase applizierten MSC auf die Demyelinisierung im Cuprizon-Modell untersucht. In diesem toxischen Modell spielen periphere Immunzellen keine Rolle und die Bluthirnschranke ist intakt. Im Unterschied zu anderen Arbeiten konnte hier kein Effekt von MSC auf die De- und Remyelinisierung sowie auf die Aktivierung von Gliazellen gezeigt werden. Zusätzlich drangen die MSC nicht in die Läsion im Gehirn ein.  

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Neßler, Jasmin: Einfluss von intravenös und intranasal applizierten humanen Stammzellen bei der Cuprizon induzierten Demyelinisierung. Hannover 2013. Tierärztliche Hochschule.

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