Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Spermaqualitäts- und fertilitätsbeeinflussende Faktoren in der equinen Samenübertragung

Sieme, Harald

In den vorliegenden Studien wurde überprüft, ob und inwieweit durch tierärztliche Maßnahmen auf einer Pferdebesamungsstation die Spermaqualität und die Fertilität beim Pferd positiv beeinflusst werden kann. Hierzu wurden in fünf Teilstudien Effekte exogener GnRH-Substitution ausserhalb der Paarungssaison, Einflüsse des Samengewinnungsverfahrens sowie spermienselektiver Samenaufbereitungsverfahren auf die Spermaqualität und Fruchtbarkeit von Warmbluthengsten in der Samenübertragung erfasst. Des weiteren wurden Effekte des Besamungs-Ovulationsabstandes, des Inseminationsintervalls und der -frequenz sowie der Einfluss der Spermiendosis und der Besamungstechnik auf das Fertilitätsergebnis von Warmblutstuten erhoben. Die exogene Substitution von GnRH bei Hengsten ausserhalb der Zuchtsaison bewirkte eine Stimulierung des Sexualverhaltens (p<0.05). Auch die Kryokonservierungsfähigkeit des Sperma verbesserte sich (p<0.05), wobei dieser Effekt besonders deutlich bei den Hengsten mit ursprünglich ungenügender Samengefriereignung auftrat (p<0.05). Trotzdem erreichte die Spermaqualität bei diesen Tieren nicht allgemein anerkannte Normwerte. Die Fraktionierung vor allem aber die Zentrifugation des Ejakulats bei der Tiefgefrierkonservierung brachte deutliche Verbesserungen in den Qualitätsparametern wiederaufgetauten Spermas (p<0,05). Hinsichtlich des Intervalls der Samengewinnungen zeigte sich, dass keine Unterschiede (p>0,05) in den quantitativen Merkmalen Volumen, Dichte, Gesamtspermienzahl zwischen Ejakulaten, die in 24 und 48 stündigen Abständen gewonnen wurden, zu verzeichnen waren. Das längere Samenentnahmeintervall wirkte sich jedoch positiv auf die Qualität flüssig- und kryokonservierten Spermas aus (p<0,05). ...

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Sieme, Harald: Spermaqualitäts- und fertilitätsbeeinflussende Faktoren in der equinen Samenübertragung. Hannover 2004. Tierärztliche Hochschule.

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