Dissertation

Tierärztliche Hochschule Hannover / Bibliothek – School of Veterinary Medicine Hannover / Library

 

Nina Christin Schulze

 

Das Tiermodell des Morbus Parkinson - Verhaltensstudien und morphologische Evaluation nach Transplantation neuronaler Progenitorzellen

 

NBN-Prüfziffer

urn:nbn:de:gbv:95-103544

title (engl.)

The  animal model of Parkinson´s disease  – behavioural studies and morphological evaluation after transplantation of neuronal progenitor cells

publication

Hannover, Tierärztliche Hochschule, Dissertation, 2013

text

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/schulzen_ss13.pdf

abstract (deutsch)

Im ersten Teil der hier dargestellten Versuche sollte ein Protokoll zur Transplantation neuronaler Progenitorzellen erarbeitet werden und deren Überleben und Integraion im Rattenmodell des Morbus Parkinson untersucht werden.

Hier konnten drei zentrale Erkentnisse gewonnen werden: Zum einen überleben die zuvor transfizierten transplantierten Zellen die Transplantation schlechter als die nicht transfizierten transplantierten Zellen. Zudem erfolgt deren Integration nicht so gut wie die der nicht transfizierten Zellen. Zweitens konnte aber gezeigt werden, dass die Überexprimierung von FGF-2 im Gegensatz zum Nicht-Vorhandensein einer Supplementierung bei leerem Vektor einen positiven Einfluss auf das Überleben und die Qualität der überlebenden Zellen zu haben scheint. Und drittens musste festgestellt werden, dass die Anzahl der in vivo nachweisbaren TH-positiven Zellen sehr gering ist.

Hieraus lässt sich zusammengefasst schlussfolgern, dass das Transfektionsprotokoll weiter zu überarbeiten ist, um den negativen Einfluß, den die Transfektion auf das Überleben der transplantierten Zellen hat, zu minimieren. Desweiteren kann aber auf dem positiven Einfluß, den das exprimierte FGF-2 auf das Ergebnis in vivo hat, aufgebaut werden und der Effekt in den folgenden Ansätzen genutzt werden.

Im zweiten Teil dieser Arbeit ist das Auftreten Angst-assoziierten  Verhaltens im hier verwendeten 6-OHDA Rattenmodell des M. Parkinson mit Hilfe des Offenfeldes und des Elevated-PlusMaze untersucht worden. Hierfür lässt sich festhalten, dass im Vergleich zum naiven Tier und auch zum Sham-Lädierten vermehrt Angst-assoziiertes Verhalten für das Modell zu erkennen ist. Damit kann gezeigt werden, dass das hier verwendete Modell nicht nur motorische Aspekte des M. Parkinosn darstellt, sondern aufgrund der im Modell betroffenen Strukturen mit Verbindungen zum limbischen System und der vermutlichen Beteiligung anderer Transmittersysteme neben dopaminerger auch für Verhaltensaspekte eine Rolle spielen kann und somit in der Folge verwendet werden kann, um nicht nur morphologische und motorische, sondern auch andere Verhaltensänderungen zu untersuchen, die durch Transplantationen in diesem Zusammenhang modifiziert werden können.

 

abstract (englisch)

In the first part of these experiments we wanted to establish a protocol for the transplantation of transfected neuronal progenitor cells and investigate their survival and integration in a rat model of Parkinson´s disease.

Here we could get three central findings: First of all, cells that were transplanted after having undergone transfection survived less well than naivly transplanted cells. Additionally, their integration was not as well as seen with not transfected cells. Secondly, on the other hand, it could be shown that the overexpression of FGF-2 had a positive influence on the survival and the quality of the transfected cells after transplantation if compared with the results for those cells that were transfected just with an empty vector. And thirdly it was found that the survival rate of TH-positve cells was overall quite low.

Consequently it can be concluded that the transfection protocol needs revising to minimize the negative influence that the transfection procedure has upon the survival of the transplanted cells. Furthermore, based upon the positive influence of the overexpression of FGF-2 in vivo, this approach and its effects can be used in the establishing of subsequent trials.

In the second part of this work the appearing of anxiety like behaviour in the 6-OHDA model of  Parkinson´s disease was evaluated by the means of the Open-Field and the Elevated-Plus-Maze. Here it can be stated that, when compared to naïve animals and sham-lesioned animals, increased anxiety like behaviour can be detected in the 6-OHDA model. This shows that the model applied in these experiments not only displays motoric aspects but that it also can play a role concerning behavioural aspects, which due to the infliction of structures having a certain connectivity to limbic structures and due to a presumable involvement of other transmitter systems than the dopaminergic system. So in the following, this model can be useful not only to evaluate morphological and motoric aspects but also to investigate other behavioural changes that can be modified in this context.

 

keywords

Morbus Parkinson, Zelltransplantation, Angst-assoziiertes Verhalten, Parkinson´s diseasse, cell transplantation, anxiety-like behaviour

kb

3.438