Dissertation
Tierärztliche Hochschule Hannover / Bibliothek – School of Veterinary Medicine Hannover / Library

 

Ruth Paproth

 

Fälle von Hundeangriffen in Deutschland, eine Internetbefragung

 

NBN-Prüfziffer

urn:nbn:de:gbv:95-89788

title (engl.)

Cases of Dog Attacks in Germany

publication

Hannover, Tierärztliche Hochschule, Dissertation, 2004

text

/dissertations/paprothr_ws04.pdf

abstract (deutsch)

Durch einen Beißvorfall in Hamburg im Juli 2000 offenbarte sich, dass über die Ursachen von Beißvorfällen wenige Erkenntnisse vorlagen. Eine diesbezügliche Anfrage des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen beim  Tierschutzzentrum der Tierärztlichen Hochschule Hannover initiierte die vorliegende Arbeit, deren Kern eine zum Thema: „Hundeangriffen in Deutschland“ durchgeführte Befragung darstellt. Die beiden eigens hierfür konzipierten Fragebögen – einer für Hundehalter und ein zweiter für von Hundeangriffen Betroffene – wurden gezielt im Internet veröffentlicht, um eine breite Masse von Menschen zu erreichen.

Beide Fragebögen konnten über Links, welche auf dem Server der Tierärztlichen Hochschule Hannover abgelegt waren, erreicht werden. Ebenso waren sie durch Eingabe von Schlüsselbegriffen über einschlägige Suchmaschinen aufzufinden. Gleichzeitig wurde durch Verteilen von Flyern, Bekanntmachungen in Zeitungen und auf Seminaren u. a. m. auf diese Umfrage hingewiesen. Letztendlich konnte durch die Verwendung des Mediums Internet ein beinahe bundesweites Einzugsgebiet der Umfrageteilnehmer erreicht werden. Dennoch besitzt das Ergebnis dieser Umfrage keine Allgemeingültigkeit.

Die Befragung macht deutlich, dass viele Hunde schon im Vorfeld durch aggressives Verhalten, sowohl Hunden als auch Menschen gegenüber, auffällig waren. Durch rechtzeitiges Erkennen der Probleme hätte fachkundiger Rat eingeholt und somit eventuell einige dieser Beißvorfälle vermieden werden können. Dazu ist jedoch Grundwissen über das Verhalten von Hunden vorauszusetzen. Deshalb wird zu Beginn der Arbeit auf dieses Thema eingegangen.

Insgesamt ergab die Befragung eine große Vielfalt an Hunderassen, die gebissen haben, jedoch deutet die Auswertung auf keine bestimmte Rasse als typischen „Beißer“ unter den angegebenen Fällen hin. So wurden im Fragebogen für Hundehalter andere Rassen benannt, als im Fragebogen für Opfer von Beißvorfällen. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass Aggressivität und das Eintreten von Beißvorfällen situationsunabhängig nur auf die Rasse eines Hundes zurück zu führen sind.

 

abstract (englisch)

A biting incident in Hamburg in 2000 revealed that there was little knowledge about the cause of biting incidents. An enquiry of the Research Institute of Criminology in Lower Saxony at the Department for the Prevention of Cruelty to Animals of the Veterinary School at Hanover University initiated the following dissertation which is based on a survey entitled “Dog Attacks in Germany”. Two specific questionaires, one for dog owners and a second one for victims of dog assaults were published on the Internet in order to reach a broad spectrum of people.

Both questionaires could be reached via links provided by the server of the Veterinary School at Hanover University as well as via keywords in well-known search engines. Simultanously the distribution of flyers and public notices in newspaper and seminares drew attention to this survey. An almost national catchment area was reached through the medium Internet. The result of this survey nevertheless does not possess general validity.

The survey demonstrates that many dogs showed aggressive behaviour towards other dogs as well as people before the assault. Early acknowledgement of the problem and consultation of professional advice may have prevented some of the biting attacks. This, however, requires basic knowledge about dog behaviour. We treat this topic at the beginning of the dissertation.

Altogether the survey lists a large variety of breeds. The evaluation shows no bias towards a particular breed being a typical “biting” dog amongst the indicated cases. The evaluation shows no bias towards a particular breed of dog. Moreover the breeds named in the questionaire for dog owners did not correspond to those named in the questionaire for victims of dog assaults. Therefore it is unlikely that aggression and the occurrence of biting incidents depend only on the breed of dog.

 

keywords

Hunde, Biss, Bissverletzung, Angriff, gebissen, verletzt, Hundeangriffe, Hundebiss, Umfrage, Fragebogen, Tierschutzzentrum, TiHo, Tieraerztliche, Hochschule, Hannover,

kb

1.201