Dissertation
Tierärztliche Hochschule Hannover / Bibliothek – School of Veterinary Medicine Hannover / Library

 

Maria Meyer, geb. Pagano Scorcio

 

Untersuchung des Einflusses der Mensch-Hund-Beziehung

nach Roberto Marchesini auf das Verhalten des Hundes

 

NBN-Prüfziffer

urn:nbn:de:gbv:95-95368

title (engl.)

Study according to Roberto Marchesini’s zoo anthropological approach regarding the influence of interactions between dogs and human beings on the behaviour of dogs

publication

Hannover, Tierärztliche Hochschule, Dissertation, 2008

text

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/meyerm_ss08.pdf

abstract (deutsch)

Bei dieser Arbeit handelt es sich um die Untersuchung des Einflusses der Mensch-Hund-Beziehung nach Roberto Marchesini auf das Verhalten des Hundes, repräsentiert durch 62 Deutsche Schäferhunde und ihre Besitzer/innen. Alle 62 Hunde durchliefen gemeinsamen mit ihren Besitzern/innen den eigens dafür konzipierten Verhaltenstest mit 25 verschiedenen Testsituationen, die aus dem Bereich der belebten und unbelebten Umwelt stammten und Elemente der Mensch-Hund-Beziehung beinhalteten.

Das Ausdrucksverhalten der Hunde wurde in jeder der 25 Testsituationen dokumentiert und anschließend ausgewertet. Nach dem Durchlauf des Verhaltenstest füllten die Besitzer einen Fragebogen mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten nach Roberto Marchesini, der das Thema der Mensch-Hund-Beziehung näher erörtert, aus. Anhand der ausgefüllten Fragebögen konnten die Besitzer entsprechend in sechs verschiedene Charakterbereiche nach Marchesini eingeordnet werden.

Die Ergebnisse aus den Fragebögen ergaben von 62 Besitzern/innen 49 eindeutige Zuordnungen in die verschiedenen Charakterkategorien. Weiterhin wurde untersucht, ob diese unterschiedlichen Kategorien einen Einfluss auf das Verhalten der Deutschen Schäferhunde haben.

Die Korrelation zwischen Mensch und Hund konnte anhand von verschiedenen Situationen, die sowohl aus der belebten als auch aus der unbelebten Umwelt stammen, durch signifikante Ergebnisse und Ergebnisse, die eine Tendenz zeigten, nachgewiesen werden. Anhand dieser Studie konnte bewiesen werden, dass es Elemente und Faktoren in der Mensch-Hund-Beziehung gibt, die einen gewissen Einfluss auf das Verhalten des Hundes haben, und einige, die keinen Einfluss auf das Verhalten des Hundes zu haben scheinen. Des Weiteren konnte bewiesen werden, dass die Charakterbereiche einen gewissen Einfluss ausüben, dass es aber Elemente, wie z. B. Haltungsbedingungen, Ausbildungsstand des Hundes und ob ein Hund kastriert oder unkastriert ist, gibt, die einen größeren Einfluss auf das Verhalten des Hundes zu haben scheinen.

Unabhängig von diesen Ergebnissen konnte kein konkreter Zusammenhang zwischen der Mensch-Hund-Beziehung und dem Verhalten der Hunde hergestellt werden, da der Fragebogen nur eine oberflächliche Untersuchung dieser Beziehung zulässt und deshalb keine detaillierten Aussagen zur Mensch-Hund-Beziehung möglich sind. Der Fragebogen bezieht nicht alle wesentlichen Aspekte der Mensch-Hund-Beziehung ein und im Verhaltenstest fehlen u. a. Gehorsamsübungen, die notwendig gewesen wäre, um einen positiven oder negativen Einfluss auf die Mensch-Hund-Beziehung zu erkennen.

 

abstract (englisch)

The present study is investigating the influence of the relationship between dogs and human beings on the behaviour of dogs, here represented by 62 German shepherds and their owners, according to Roberto Marchesini’s zoo anthropological approach. All 62 shepherds underwent together with their owners an especially designed behaviour test, consisting of 25 different test situations in animated and unanimated milieu and containing elements of pet-relationship. The dogs’ behaviour and reaction was evaluated during each of the 25 test situations and subsequently documented.

After the behaviour test, the owners filled in a multiple-choice questionnaire according to Roberto Marchesini’s approach regarding the interactions between dogs and human beings. On the basis of the filled in questionnaires it was possible to attribute the pet-owners to six different characterization categories according to Marchesini’s approach. The results of the 62 questionnaires led to a clear classification of 49 pet-owners to different characterization categories.

This study also investigated the influence of these different categories upon the behaviour of German shepherds. Due to different situations from the animated and unanimated milieu, the correlation between human being and dog could be verified by significant and tendentiously significant results.

By this study it could be verified that there are some elements and factors in the pet-relationship which influence up to certain degree the dog’s behaviour and that there are other elements and factors that do not seem to influence the dog’s behaviour. Furthermore, the influence of character areas could be verified as well as the existence of other elements for example bearing of dogs, construction of dogs and if the dog ist desexed oder undesexed influencing to a bigger extent the dog’s behaviour.

Independently from the above results, no concrete link between the pet-relationship and the behaviour of dogs could be established, as the questionnaire only allows a superficial investigation of such relationship and subsequently it is not possible to make detailed statements regarding the relationship between dogs and human beings. The questionnaire does not include all essential aspects of the pet-relationship and the behavioural test does inter alia not include obedience exercises that would have been indispensable for the identification of a positive or negative influence upon the relationship between dogs and human beings.

 

keywords

Mensch-Hund-Beziehung, Fragebogen, Verhalten; human and dog relationship, questionnaire, behaviour

kb

15.198