Dissertation
Tierärztliche Hochschule Hannover / Bibliothek – School of Veterinary
Medicine Hannover / Library
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Barbara Homeier |
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Belastungen
beim Transport von Kleinsäugern |
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NBN-Prüfziffer |
urn:nbn:de:gbv:95-90420 |
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title (engl.) |
Strains
by the transport of rabbits and guinea pigs. |
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publication |
Hannover, Tierärztliche Hochschule, Dissertation, 2005 |
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text |
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abstract (deutsch) |
Das
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, festzustellen, ob ein
tiergerechter Transport von Kaninchen und Meerschweinchen mit dem PKW und
einem Kurierdienst möglich ist. Die Belastungen des Transports sollten mit
Hilfe verschiedener Blutparameter (Glucose, Harnstoff, Creatinin,
Kalium, Natrium, Calcium, Hämatokrit, Leukozyten, Cortisol, Creatinkinase)
überprüft werden. Zusätzlich wurden während der gesamten Transportdauer
Temperatur und Luftfeuchte in den Transportkartons gemessen. Von
2002 bis 2004 wurden drei Versuchsdurchgänge mit jeweils vier Tiergruppen
beider Spezies durchgeführt. Gruppe A diente zur Ermittlung von
Ausgangswerten und war außer einer Blutentnahme keinen Belastungen
ausgesetzt. Gruppe B verblieb für etwa zehn Stunden in speziell entwickelten
Transportkartons, um später die Auswirkungen des Einsperrens von den
Transportbelastungen abgrenzen zu können. Gruppe C wurde über 6-8 Stunden in
einem privaten PKW transportiert und Gruppe D mit einem Kurierdienst
verschickt, woraus sich ein Aufenthalt im Karton von 19-23 Stunden ergab. Die
jeweils 4-6 Kaninchen wurden jeweils in Zweiergruppen pro Karton, durch eine
Trennwand separiert, untergebracht. Die 4-6 Meerschweinchen pro Durchgang
wurden zusammen, ohne Trennwand, transportiert. Die
Blutentnahmen wurden jeweils unmittelbar vor und nach der Belastung
durchgeführt. Die
Kartons sind prinzipiell für den Transport geeignet, wenn Kaninchen einzeln
transportiert und die Kartons nur einmal verwendet werden. Bei
Transporten durch den Kurierdienst (Gruppe D) im Winter wurden in den Kartons
teilweise Temperaturen um den Gefrierpunkt über mehrere Stunden
aufgezeichnet. Ein statistisch signifikanter Gewichtsrückgang der
Meerschweinchen der Gruppe D steht vermutlich hiermit in Zusammenhang. Im
Sommer stiegen die Innentemperaturen im Karton gelegentlich kurzzeitig über
25°, die Luftfeuchte bis maximal 95% an. Es
ergaben sich bezüglich der Blutparameter teilweise statistisch signifikante
Veränderungen der gemessenen Werte. So konnten bei den Kaninchen Abweichungen
der Natrium- und Calciumkonzentration sowie der Leukozytenzahlen ermittelt
werden, während sich bei den Meerschweinchen Veränderungen der
Calciumkonzentration und der Creatinkinase-Aktivität
ergaben. Ein statistisch signifikanter Anstieg des Natrium-, beziehungsweise
Reduktion des Calciumgehaltes bei Kaninchen der Gruppe D kann als Hinweis auf
eine beginnende Dehydratation gewertet werden. Die
Cortisolbestimmung erwies sich nicht als
aussagekräftig im Hinblick auf die stattgefundenen Belastungen. In den
unbelasteten Kontrollgruppen rangierten die Werte der Kaninchen zwischen 0,9
und 420 ng/ml bei einem Mittelwert von 32,5 ± 31,9 ng/ml, der
Meerschweinchen zwischen 64,1 und 3410,9 ng/ml bei einem Mittelwert von
521,8 ± 239,6 ng/ml. Durch die Belastungen kam es teilweise zu
starken Erhöhungen der Cortisolkonzentration,
jedoch ließen sich statistisch signifikante Unterschiede nicht nachweisen. Am
deutlichsten zeigten sich die Transportbelastungen anhand der Aktivität der Creatinkinase, die sich bei Kaninchen um bis zu 185%
(Gruppe C) und bei Meerschweinchen um bis zu 928% (Gruppe C) steigerte. Unter
den gewählten Versuchsbedingungen haben sich auf Grund des klinischen
Erscheinungsbildes keine gravierenden Beeinträchtigungen der Tiere gezeigt,
jedoch spiegelten die Blutuntersuchungen eine deutliche Belastung der
Meerschweinchen und Kaninchen wieder. Der Transport dieser Spezies mit dem
PKW und besonders per Kurierdienst kann nur mit Einschränkungen empfohlen
werden: Diese betreffen besonders eine sorgfältige Temperaturkontrolle im
Laderaum und ein Tränken der Tiere beziehungsweise eine Kontrolle des
Wasservorrates bei länger dauernden Transporten. |
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abstract (englisch) |
The aim of the present study was
to examine whether a transport of rabbits and guinea pigs by passenger cars
or a courier service is suitable for the animals. The strains by transport
should be evaluated by means of some blood parameters (glucose, urea, creatinine,
potassium, sodium, calcium, PCV, leukocytes, cortisol, creatinkinase). In
addition, we measured temperature and humidity in the transport boxes during
the whole duration of transport. In 2002-2004, we conducted three
passages with four animal groups of both species, respectively. Group A
served for determining basic values and did not receive any strains except
one blood withdrawal. Group B remained in the specially developed cardbord
boxes for about ten hours, in order to differentiate between the effects of
being locked up and transport strains. Group C was transported for 6 to 8
hours in a private passenger car and group D was sent by a courier express,
both resulting in a stay in the boxes for 19-23 hours. The 4-6 rabbits per
group were placed in pairs per box, each pair separated by a dividing wall.
The 4-6 guinea pigs per passage were transported together, without a dividing
wall. The blood withdrawals were
undertaken just before and after the strains. In general, the cardboard boxes
are suitable for the transport if a single rabbit is transported and the
boxes are used only once. In winter, the temperature in the
boxes fell to the freezing point for several hours during the transport by
the courier service (group D). This may be responsible for a statistically
significant weight loss of the guinea pigs of group D. In summer, the temperature
occasionally rose inside the boxes up to 25°C and the humidity up to a
maximum of 95%. The blood parameters showed some
statistically significant changes. In rabbits, we assigned changes of sodium
and calcium concentrations as well as of the leukocyte counts. In guinea pigs
the calcium concentration as well as the activitiy of creatinkinase changed.
A statistically significant increase of sodium and a decrease of calcium in
the rabbits of group D may be interpreted as a sign of beginning dehydration. The measurement of cortisol
concentration did not reflect the strains. In the control groups, the range
of cortisol was 0,9 – 420 ng/ml (32,5 ± 31,9 ng/ml) in
rabbits and 64,1 – 3410,9 ng/ml (521,8 ± 239,6 ng/ml) in
guinea pigs. After the transport, the cortisol concentration sometimes
distinctly increased, but the differences were not statistically significant. The activity of creatinkinase
reflected the strains of transport most clearly: in rabbits it increased up
to 185% (group C) and in guinea pigs up to 928% (group C). The animals showed no clinical
relevant impairment on conditions of our trials, but the blood tests reflect
the strong exposure of the rabbits and guinea pigs. We recommend to transport
these species by passenger car or courier service with some restrictions: a
concientious control of temperature in the loading area and watering the
animals or controlling the store of water, espacially in case of longer
lasting transports. |
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keywords |
Belastung, Transport, Kleinsäuger, stress, transport, pets |
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kb |
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