Dissertation
Tierärztliche Hochschule Hannover / Bibliothek – School of Veterinary
Medicine Hannover / Library
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Nora
Berghoff |
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Prävalenz und Teilcharakterisierung von Gastroenteropathien
mit Proteinverlust beim Norwegischen Lundehund in
Nordamerika |
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NBN-Prüfziffer |
urn:nbn:de:gbv:95-92784 |
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title (engl.) |
Prevalence
and partial characterization of protein-losing gastroenteropathies
in the Norwegian Lundehund in |
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publication |
Hannover, Tierärztliche Hochschule, Dissertation, 2006 |
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text |
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abstract (deutsch) |
Das Ziel dieser Arbeit war es, die Prävalenz von
Gastroenteropathien mit Proteinverlust in der
Population des Norwegischen Lundehundes in
Nordamerika zu bestimmen und die Erkrankung weiter zu charakterisieren. Es
wurden Serum- sowie drei Kotproben von insgesamt 97 reinrassigen
Norwegischen Lundehunden im Alter von 0,5 bis 13,0
Jahren (Medianwert 3,0 Jahre) gesammelt. Zur Diagnose von Enteropathien
mit Proteinverlust wurde die Konzentration von Alpha1-Proteinase Inhibitor (α1-PI) im Kot gemessen. In den
Serumproben wurden Cobalamin-,
Folsäure-, cTLI-, CRP-, Gesamtprotein-, Albumin-
und Globulinkonzentrationen gemessen. Bei 13 Lundehunden wurde ein Test zur Bestimmung der intestinalen Permeabilität und Absorptionskapazität
durchgeführt, ausgedrückt durch die Verhältnisse von Laktulose
zu Rhamnose (L/R-Verhältnis) bzw. Xylose zu
Methylglukose (X/M-Verhältnis). Die Ergebnisse des α1-PI-Tests
ergaben, dass bei 43 Lundehunden (44,3%) enteraler Proteinverlust vorhanden war. Serumcobalaminkonzentrationen waren bei acht Hunden
(8,2%) reduziert, was auf eine langanhaltende und
hochgradige Erkrankung des Ileums oder auf eine
bakterielle Überwucherung des Dünndarmes schlieβen lässt. Bei 34 Hunden
(35,1%) fanden sich hingegen erhöhte Cobalaminkonzentrationen,
welche bei einem Teil der Hunde durch zuvor erfolgte Supplementation
mit parenteralem Cobalamin
erklärt werden konnten. Es ist unklar, warum die restlichen Hunde erhöhte Cobalaminkonzentrationen zeigten und ob dieser Befund
eine klinische Signifikanz hat. Folsäurekonzentrationen waren bei 13 Hunden
(13,4%) verringert, was auf eine Schädigung der Mukosa
im proximalen Dünndarm hinweist. Vierzig Lundehunde (41,2%) hatten Folsäurekonzentrationen über
dem Referenzbereich, was eventuell ein Hinweis auf eine bakterielle Imbalanz zugunsten folsäureproduzierender
Spezies darstellen kann. Serumkonzentrationen von cTLI waren bei allen Hunden im Referenzbereich, was
darauf hinweist, dass exokrine Pankreasinsuffizienz
(EPI) beim Lundehund nicht häufig vorkommt. Die CRP
Konzentration im Serum, ein Indikator für Entzündungsvorgänge, lag bei 34 Lundehunden (35,1%) über dem Referenzbereich und war
statistisch signifikant höher als bei einer Gruppe von Kontrollhunden.
Obgleich CRP ein unspezifischer Marker ist, kann davon ausgegangen werden,
dass die erhöhte CRP Konzentration bei den Lundehunden
die Folge einer entzündlichen Darmerkrankung ist. Gesamtprotein-, Albumin-
und Globulinkonzentrationen waren jeweils bei 55
(56,7%), 38 (39,2%) und 14 (14,4%) Hunden reduziert. Da anderweitige Ursachen
für Hypoproteinämie, wie z.B. Proteinurie,
Störung der hepatischen Proteinsynthese oder kutane Proteinverluste beim Lundehund
nicht dokumentiert sind, wurde davon ausgegangen, dass die Hauptursache für
die Hypoproteinämie bei den untersuchten Hunden auf
einen enteralen Verlust von Proteinen
zurückzuführen war. Das L/R-Verhältnis, welches eine Einschätzung der
Permeabilität der Darmmukosa zulässt, war in der
Gruppe der Lundehunde signifikant höher als in
einer Gruppe von Kontrollhunden. Ebenso erschien die Absorptionskapazität,
ausgedrückt durch das X/M-Verhältnis, für die Gruppe der Lundehunde
zunächst höher, was allerdings irreführend war, da das Verhältnis nicht so
sehr durch eine gesteigerte Absorption von Xylose, sondern vielmehr durch
eine verringerte Aufnahme von Methylglukose erhöht war. Dies weist auf eine
mögliche Störung der Glukoseabsorption hin. Folglich konnte anhand der Ergebnisse der α1-PI-Konzentrationen
in Kotproben festgestellt werden, dass 43 von den untersuchten 97 Lundehunden unter einer Gastroenteropathie
mit Proteinverlust litten und somit die Prävalenz
bei 44,3% liegt. Unter Berücksichtigung der verringerten Serumkonzentrationen
an Cobalamin und Folsäure wurden weitere zehn Hunde
(10,3%) identifiziert, bei denen eine Enteropathie
diagnostiziert werden konnte. Sieben dieser zehn Hunde hatten zusätzlich
verringerte Gesamtproteinkonzentrationen, was auf PLE hinweist, obwohl die
α1-PI-Konzentrationen im Kot im Referenzbereich lagen.
Aufgrund dieser Daten wurde folglich bei insgesamt 50 Hunden (51,5%) eine Gastroenteropathie mit einhergehender Hypoproteinämie
festgestellt, und bei weiteren drei Hunden (3,1%) zumindest das Vorliegen
einer Gastroenteropathie. Der Charakter der Gastroenteropathie beim Norwegischen Lundehund
konnte zusätzlich anhand des Permeabilitäts- und Absorptionstests weiter
definiert werden. Das Vorhandensein von erhöhter intestinaler
Permeabilität kann unter Umständen einen Einfluss auf den Verlauf der
Erkrankung haben, wenn Antigene oder pathogene Keime durch die gesteigerte
Permeabilität die Möglichkeit haben, in die Darmmukosa
einzudringen und dort Irritationen hervorzurufen. Entzündungen können dadurch
potentiell hervorgerufen werden oder zumindest verstärkt und aufrechterhalten
werden. Es ist unbekannt, welche Ursachen und Auswirkungen die gestörte
Absorptionskapazität von Glukose hat. Weitere Studien müssen ausgeführt werden, um dies zu klären. |
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abstract (englisch) |
The aim of this study was
to determine the prevalence of protein-losing gastroenteropathies
in the Norwegian Lundehund population in In summary, the
prevalence of protein-losing gastroenteropathy in
the Norwegian Lundehund in |
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keywords |
Lundehund; Gastroenteropathie;
Proteinverlust |
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kb |
913 |