Dissertation
Tierärztliche Hochschule Hannover / Bibliothek – School of Veterinary Medicine
Hannover / Library
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Benjamin Asemissen |
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Aktuelle Aspekte der
Katzenmikrosporie mit einer Feldstudie zur Desinfektion |
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title (engl.) |
Current aspects of
ringworm in cats with a field study on disinfection |
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publication |
Hannover, Tierärztliche Hochschule, Dissertation, 2001 |
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text |
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abstract (orig.) |
In der vorliegenden Arbeit wurden erstmals in Deutschland vergleichend Oberflächendesinfektionsmittel im Rahmen einer Feldstudie in Katzenbeständen mit Mikrosporie getestet. Insbesondere wurde auf die Kriterien Wirksamkeit, Anwenderfreundlichkeit, Reizwirkungen und andere Nebenwirkungen bei Mensch und Tier, Materialbeeinflussung von Oberflächen, Verfügbarkeit im Handel sowie auf die Wirtschaftlichkeit der Mittel geachtet. Um Mikrosporie-positive Bestände zu erkennen, wurden in 112 Beständen von den Katzen insgesamt 1018 Haarproben mit Hilfe der Bürstenmethode nach MacKenzie genommen und kulturell untersucht. In 38 Beständen (= 33,9%) waren 401 Katzen (= 39,4%) kulturell Microsporum canis-positiv. Es wurden auch weitere Dermatophyten diagnostiziert, v.a. Trichophyton terrestre. Außerdem wurden in neun Tierheimen mit insgesamt 475 Katzen 107 Sammelproben genommen. In 49 Sammelproben (= 45,8%) aus insgesamt vier Tierheimen ließ sich kulturell Microsporum canis nachweisen. In den betroffenen Beständen und Tierheimen sind in Zusammenarbeit mit den Haustierärzten Sanierungsmaßnahmen eingeleitet worden. Die Therapie beinhaltete Ganzkörperbäder der Katzen mit Enilconazol, ggf. systemische Medikation mit Griseofulvin, z.T. Impfungen mit der in Deutschland zugelassenen Totvakzine. Als essentielles Element der Sanierung wurde die Oberflächendesinfektion mit drei verschiedenen Wirkstoffgruppen durchgeführt. Dazu gehörten Natriumhypochlorit, Gemische aus organischen Säuren und ein Sauerstoffabspalter. In insgesamt über 900 Telefonaten sind die Halter zu Details der Maßnahmen beraten worden. Um die Wirksamkeit der Desinfektionsmaßnahmen zu überprüfen, sind regelmäßig insgesamt 563 Tupferproben von den behandelten Oberflächen genommen und kulturell untersucht worden. Erst nach dreifach negativem Ergebnis sind dann auch die Katzen des betreffenden Bestandes erneut Haarprobenuntersuchungen unterzogen worden. Erst bei negativem Befund galt der Bestand als vollständig saniert. Dies war in elf von 34 Katzenzuchten, bei denen Desinfektionsmaßnahmen eingesetzt worden waren, der Fall. Im Laufe der Studie haben zehn Anwender die Desinfektion und z.T. auch andere Elemente der Therapie ausgesetzt oder abgebrochen. In 13 von den 34 Beständen und sechs Tierheimen wird die Raumdesinfektion noch fortgesetzt. Für die einzelnen Desinfektionsmittel ergaben sich folgende Zahlen: Chlorbleiche wurde in 19 Beständen eingesetzt, von denen fünf saniert wurden und sieben noch nicht hautpilzfrei sind. In sieben Beständen wurde die Sanierung auf Veranlassung der Anwender beendet. Ameisensäure wurde in sechs privaten Beständen und vier Tierheimen eingesetzt. Drei der sechs privaten Bestände konnten saniert werden, die restlichen zwei sowie die Tierheime setzen die Maßnahmen fort, und ein Anwender hat abgebrochen. Der Sauerstoffabspalter wurde in neun privaten Beständen und zwei Tierheimen eingesetzt. Drei Privatbestände konnten saniert werden, vier und die Tierheime setzen die Maßnahmen fort, in zwei Beständen wurde die Anwendung aufgegeben. Bei den Untersuchungen der Desinfektionsmittel ergab sich, daß alle drei Substanzgruppen relativ anwender- und tierfreundlich sind sowie prozentual vergleichbare Sanierungserfolge aufweisen. Hinsichtlich der Erhältlichkeit und der Wirtschaftlichkeit ist die Chlorbleiche im Vorteil. Weiterhin wurden 109 Fragebögen zu Katzenrasse, Tierzahl, Vorgeschichte, Vorbehandlung, Ausstellungsbesuchen und Verbandsmitgliedschaft sowie zu Details der Desinfektionsmittelanwendung ausgewertet. Zusätzlich wird in der Arbeit auf Hygieneaspekte, auf die Kosten der Sanierung von Mikrosporiebeständen, auf rechtliche Vorschriften beim Transport von Desinfektionsmitteln, auf die Problematik hinsichtlich der Anwendung eines Impfstoffes und auf die Häufigkeit der Übertragung der Infektion auf den Menschen eingegangen. Ferner werden die Regelungen seitens der Zuchtverbände und -vereine bei Dermatophytosen im Bestand aufgelistet. Schließlich sind 27 Stämme aus den Proben makroskopisch und 21 Stämme mikroskopisch charakterisiert worden. Für den Praktiker schließt sich eine kurze Auflistung von Empfehlungen an. |
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abstract (engl.) |
This work is the first in
Germany to test surface disinfection solutions within the scope of a field
study in catteries and multiple cat households with ringworm. The main focus
was on effectiveness, user friendliness, irritation and other side effects on
man and animal, material effection of surfaces, availability and economic
aspects of the agents. To recognize the
catteries which are microspory positive, I collected hair samples by means of
the brush method of in total 1018 cats in 112 catteries and examined them
culturally. In 38 catteries (= 33.9 %) 401 cats (= 39.4 %) have been
diagnosed for Microsporum canis-positive by means of culture. Also other
dermatophytes have been diagnosed, above all Trichophyton terrestre. Additionally
in nine animal shelters 107 collective samples of in total 475 cats have been
examined. In 49 of these (= 45.8 % ) in four shelters we found spores of
Microsporum canis. Together with the
veterinarians sanitation steps were started in the affected catteries and
shelters. Therapy included total body baths of the cats with enilconazole, if
necessary systemic medication with Griseofulvin, particularly vaccinations
with the dead vaccine which is licensed in Germany. The disinfection of the
surfaces has been a crucial element of rehabilitation with three different
groups including chlorine bleach, mixtures of organic acids and oxygen
producing agents. To monitor the effectiveness of disinfection, periodically
in total 563 swab samples were taken from the disinfected surfaces and were
examined culturally. Only after negative results had been recorded three
times the concerned catteries undertook hair sample examinations from cats
again. Only catteries with negative results were declared as totally rehabilitated.
This has been the case in eleven catteries. During the studies eight users
interrupted or stopped disinfection and particularly other elements of
therapy, too. In 14 catteries and six shelters the room disinfection is
continued. These are the results of
the disinfection agents: Chlorine bleach has been used in 18 catteries, five
of these were sanitated and seven are not yet free of dermatophytes. In six
catteries rehabilitation has been stopped by request of the users. Formic
acid has been used in seven catteries and four shelters. Three of the
catteries have been rehabilitated. Three catteries and the shelters will
continue and one user stopped. Oxygen producing agent has been used in nine
catteries and two shelters. Three became rehabilitated, four catteries and
the shelters will continue. In one shelter the user stopped disinfection. Furthermore 109
questionnaires on race, number, history, premedication, show visits and
membership in associations and also questionnaires on details of disinfection
have been exploited. The studies on disinfection agents showed that all three
groups are relatively friendly to users and animals and showed comparable
rehabilitation success. In availability and economic aspects the chlorine
bleach is in advance. Additionally, this work
mentions the hygienic and economic aspects of rehabilitation of catteries,
households and shelters with ringworm, problems with vaccination and the
frequency of infections transmitted to man. Finally, the regulations of the
fancy associations and clubs concerning dermatophytoses are recorded. Veterinarians can also
find a brief record of recommendations. |
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keywords |
Katzen, Mikrosporie, Desinfektion, cats, ringworm, desinfection |
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kb |
17.369 |